Handystrahlung: darauf müssen Sie achten…

Schatz, du strahlst ja so
Das stand so nicht im Vertrag. Mit keiner Silbe hat der Mobilfunkanbieter es im Leistungskatalog aufgelistet.
Aus gutem Grund. Sonst würden die Topseller der Smartphone-Riege ganz schnell zum Ladenhüter avancieren.
(Link: 10 Strahlungsarme Handys die als ElectroClean bewertet wurden)

Handystrahlung im Preis inbegriffen

Über das Thema Handystrahlung spricht niemand gerne. Zu groß ist die Befürchtung vor Gesundheitsschäden mit Langzeitfolgen und psychischen Ausnahmezuständen.
Dabei übersieht man leicht die grundsätzliche Notwendigkeit der elektromagnetischen Felder/Wellen, die von den Antennen der Mobilfunkstationen ausgehen.
Ohne diese Schwingungen pro Sekunde in Metern (Wellenlänge) wäre eine Übertragung von Daten und Sprache in der Fülle, wie sie die Digitalisierung heutzutage fordert, unvorstellbar. Das Phänomen Handystrahlung wird also auch in absehbarer Zukunft Bestandteil der Mobilfunknutzung bleiben. Es kann nicht einfach umgekehrt werden. Wissenschaftler und Experten warnen jedoch zu Recht vor den Gefahren des Elektrosmogs.

Was ein Handy leistet

Der Appell richtet sich in erster Linie an Vieltelefonierer bzw. Dauermobilfunknutzer.
In den meisten Fällen ist sich diese Personengruppe gar nicht bewusst, welchen körperlichen Einfluss ihr Handy auf sie nimmt.
„Die Mikrowellen des Handys senden im Hochfrequenzbereich. Sie beanspruchen also eine Sendeleistung von 100 Kilohertz bis 300 Gigahertz!“ erklären uns die Wissenschaftler. „Auch WLAN und schnurlose Festnetztelefone sind davon betroffen. Zum Vergleich: Die Netzfrequenz des Stromnetzes liegt gerade einmal bei Frequenzen bis 100 Kilohertz (Niederfrequenzbereich)“.
Die Frequenz ist die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde, angegeben in der Einheit Hertz.

Warm ums Her(t)z- Schatz, du strahlst ja so

Etabliert hat sich bei uns der Mobilfunkstandard GSM-900 (Global System for Mobile Communication). Die Sendeleistung von 900 Megahertz wurde von der Bundesnetzagentur festgelegt.
Was solche starken Leistungen für den menschlichen Körper letztendlich bedeuten, macht folgendes Beispiel deutlich:
Sie kennen das. Ihr Handy klingelt und sie wussten schon Bruchteile von Sekunden vorher, dass Sie gleich einen Anruf erwarten. Ihre Lautsprecher haben leise vibriert. Ihr Computerbildschirm leicht gewackelt.
Das konnte nur passieren, weil das Handy in diesem Moment auf voller Leistung sendet.
Wenn also die volle Mobilfunkleistung bereits eine solche Auswirkung auf Geräte in der Umgebung hat, wer sollte uns dann glauben lassen, dass es auf unseren Körper keine Auswirkungen gäbe?
Bestätigt war lange Zeit ein Temperaturanstieg von 1 Grad Celsius (mittlerweile bis zu 100 Grad Celsius erforscht) durch die elektromagnetischen Wellen im Körper.

Die(se) SAR-Werte sind normal?

Gemessen wird der Einfluss von elektromagnetischen Feldern auf biologisches Gewebe durch die spezifische Absorptionsrate (SAR). Hinter diesem sperrigen Fachbegriff verbirgt sich ganz einfach, wie viel Sendeleistung der Körper pro Masse (in kg) aufnehmen kann.
Fachleute halten Werte bis maximal 2 Watt pro kg für (noch) unbedenklich.
Eine erhöhte Gesundheitsgefahr besteht jedoch bereits ab über 1 W/kg wie die folgende Tabelle zeigt:

sehr geringer Einfluss: unter 0,4W/kg
geringer Einfluss: 0,4-0,6W/kg
mittlerer Einfluss: 0,6-1W/kg
hoher Einfluss: über 1 W/kg

Wie stark Sie persönlich gefährdet sind, hängt von der Wahl Ihres Handymodells ab. Denn fast jedes Handymodell strahlt unterschiedlich.
Apples iphone 7 gehört mit einem Wert von 1,38W/kg zu den Spitzenreitern der „Strahlenschleudern!“
Das Samsung Galaxy S7 Edge (0,26 W/kg) oder das Fairphone 2 (0,33W/kg) sind diesbezüglich anwenderfreundlicher.

Mein Handy macht mich krank

Für Frostbeulen mag so ein Temperaturanstieg im Körper erstmal eine tolle Verheißung sein. Die Zellschäden, die damit einhergehen, machen diesen scheinbar positiven Effekt jedoch schnell wieder zunichte. Außerdem haben zahlreiche globale Studien weitere verheerende Wirkungen aufgedeckt:

Demnach zerstört der Elektrosmog empfindliche Synapsen im Gehirn. Denkvorgänge können dadurch verlangsamt werden.
Die Blut-Hirn-Schranke öffnet sich leichter für Giftstoffe und fremde, schädliche Eiweißkörper.
Körpereigene Stimulanzien werden beeinflusst: Unkontrollierbare Gefühlsschwankungen (Panikattacken, übermäßige Freude, Neurosen etc.) sind die Folge.
Bei nächtlicher Strahlung werden die Traumphasen (REM-Phasen) deutlich vermindert.
Die Gehirnströme verändern sich.

Umstrittene Forschungsergebnisse

In den Augen der Wissenschaftler ist die Bildung von Krebsgeschwüren und Gehirntumoren jedoch die größte Gefahr. Erkenntnisse, die lange Zeit umstritten waren. Denn auch wenn die Forscher die steigende Krebs- und Tumorrate mit der Handystrahlung in Verbindung bringen konnten, so wurde in Italien ein eindeutiger Nachweis geführt, dass Handystrahlung ausschließlich als alleinige Ursache dafür verantwortlich ist.
Für die Entstehung von Gehirntumoren/Krebs spielt immer eine Reihe von genetischen bzw. individuellen Gesundheitsvoraussetzungen eine Rolle.
Die WHO stufte daher erst im Jahr 2015 die Handystrahlung als möglicherweise krebserregend ein.
Link: 130 Studienergebnisse zu Smartphones & Tablets

Vom Gericht bestätigt: Handy verursacht Tumor

Womöglich hat auch der Fall des 60 Jahre alten Italieners Innocente Marcolini diese Entscheidung beeinflusst.
Das Oberste Gericht in Rom erkannte durch die Beweise des bestellten Sachverständigen Dr. Angelo Gino Levis (Onkologe) einen Zusammenang zwischen seinem gutartigen Tumor am Nervus trigeminus – ein Nerv im Gehirn – und seiner dauerhaften Handynutzung (über 12 Jahre täglich 4-6 Stunden Telefonie).
Seine linke Gesichtshälfte wurde dadurch gelähmt.
(Link: Hirntumor-Urteil durch Handystrahlung)

Tipps zum Strahlenschutz

Soweit muss es bei Ihnen natürlich nicht kommen.
Sofern Sie ein paar wichtige Tipps beherzigen, können Sie auch weiter im halbwegs gewohnten Umfang Ihr Handy ganz unbeschadet weiter nutzen:

Telefonieren einschränken: Gute Nachricht für alle Smartphone Junkies.Telefonieren ist Out. Nicht nur dank WhatsApp & Co. Nein, auch der Strahlenschutz gebietet weniger mit dem Ohr am Handy zu hängen.
Verbindung aufgebaut: Wenn Sie doch mal telefonieren müssen, warten Sie bis die Verbindung aufgebaut ist. Dann fährt die Handyleistung wieder herunter.
Wahl des Handymodells: Informieren Sie sich beim Kauf eines neuen Handys über die SAR-Werte und wählen Sie am besten nicht die größte Strahlenschleuder.
Guter Empfang: Achten Sie beim Telefonieren auf guten Empfang. Je schlechter der Empfang umso mehr Leistung muss das Handy erbringen
Headset nutzen: Benutzen Sie ein Headset als Puffer zwischen der Strahlung und Ihrem Ohr/Körper
Freisprechanalage im Auto verwenden: In einem Faradayscher Käfig (Auto) ist eine höhere Sendeleistung nötig, um die Karosserie zu durchdringen. Verwenden Sie deshalb ein Headset.
Keine Strahlenschutzfolien oder ähnliche Gimmicks verwenden: Angebliche Produkte mit dem Versprechen, sie könnten durch Abschirmen/Abdecken Strahlung verhindern, sollten Sie meiden Denn genau das Gegenteil ist der Fall. Sobald das Handy abgedeckt wird, muss das Smartphone eine höhere Sendeleistung erzielen.

Moderne Smartphones und klassische Handys haben eines gemeinsam: Sie verursachen durch ihre Nutzung Elektrosmog. Diese entsteht, da die Mobilfunkgeräte für die Übertragung von Daten und Anrufen elektromagnetische Strahlung nutzen. Aktuelle Studien untermauern, dass die Handystrahlung gefährlich für den Menschen ist.
Link: 130 Studienergebnisse zu Smartphones & Tablets

Jedes Mobilfunkgerät besitzt eine spezifische Absorptionsrate

Die Handystrahlung wird von jedem menschlichen Körper aufgenommen und sorgt dafür, dass der Körper sich erwärmt. Aus diesen Gründen wurden Grenzwerte für die Handystrahlung eingeführt. Besonders wichtig ist die spezifische Absorptionsrate (SAR) von Mobilfunkgeräten. Je höher der Wert, desto stärker ist die Strahlung des Handys und umso wahrscheinlicher sind Risiken für die Gesundheit. Seit vielen Jahren wird das Thema Handystrahlung bereits diskutiert und Forscher sowie Experten sind sich immer noch nicht über die gesundheitlichen Folgen einig. Einige Forscher warnen immer wieder davor, dass strahlungsbedingte Krankheiten auftreten können. Unter anderem soll die Strahlung von einem Mobilfunkgerät die menschlichen Zellen schädigen und dadurch verschiedene Krankheitsbilder hervorrufen. Aktuelle Studien kommen zu dem Ergebnis, dass die Strahlung ein leicht erhöhtes Krebsrisiko als Folge mit sich bringt.

Wie gefährlich ist die Handystrahlung auf lange Sicht?

Auch wenn die Gefährlichkeit der Strahlung immer noch heftigst diskutiert wird, gibt es immer wieder neue Erkenntnisse. Seit vielen Jahren warnen Wissenschaftler vor dem Elektrosmog, der von den Handys und Smartphones verursacht wird. Ein italienisches Gericht hat nun offiziell bestätigt, dass die Handystrahlung sich schädlich auf das menschliche Gehirn auswirken kann. Auf lange Sicht kann die Strahlung schwerwiegende Schäden im Bereich des Gehirns verursachen. Diese Erkenntnis trifft nicht nur auf Mobilfunktelefone, sondern auch auf schnurlose Telefone zu.

Innocente Marcolini ist 60 Jahre alt und leidet unter einem Gehirntumor. Dieser befindet sich direkt am Nervus trigeminus, einem Nerv im menschlichen Gehirn. Laut dem italienischen Gericht in Rom gibt es definitiv einen Zusammenhang zwischen der Handynutzung und dem kanzerösen (nicht bösartig) Tumor von Innocente Marcolini. Durch diesen Tumor ist die ganze linke Gesichtshälfte von Marcolini gelähmt. Bei einem Prozess konnte der Professor und Onkologe Dr. Angelo Gino Levis gemeinsam mit dem Neurochirurgen Dr. Guiseppe Grasso Beweise liefern, dass der Elektrosmog von Handys und Smartphones die Zellen im menschlichen Körper schädigen kann.
(Link: Hirntumor-Urteil durch Handystrahlung)

Als Reaktion auf dieses Gerichtsurteil hat die Weltgesundheitsorganisation WHO offiziell verkündet, dass Mobiltelefone ein Karzinogen für Menschen darstellen und dass die Strahlung den Krebs fördern oder ihn sogar erzeugen kann. Infolgedessen nahm die WHO Handys in ihre Class 2B Carcinogen-Liste auf. In der Liste befinden sich krebsverursachende Faktoren, die zur Kategorie möglicherweise krebserregend gehören.

Darauf sollten Sie achten

Ganz vermeiden können Sie den Elektrosmog leider nicht, doch Sie können Ihrer Gesundheit zuliebe Vorsorge treffen. Kaufen Sie nur Handys mit einem geringen SAR-Wert und telefonieren Sie am besten nur über ein Headset. Beim Aufbau der Verbindung sendet Ihr Handy mit der vollen Leistung, halten Sie es deshalb erst nach dem Aufbau an Ihr Ohr. Tragen Sie Ihr Mobilfunkgerät nicht ständig direkt am Körper, bewahren Sie es lieber in einem Rucksack oder in einer Tasche auf. Achten Sie beim Telefonieren immer auf einen guten Empfang, denn dann muss Ihr Gerät nicht so stark senden. Decken Sie beim Telefonieren ihre Antenne nicht ab und vermeiden Sie zu lange Telefongespräche.
(Link: 10 Strahlungsarme Handys die als ElectroClean bewertet wurden)

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