Tumor durch Handystrahlung

Gericht bestätigt: Handys können Hirntumore auslösen

In Italien hat das Oberste Gericht in Rom ein wegweisendes Urteil gefällt: Es bestätigte einen Zusammenhang zwischen Handystrahlung und einer Tumorerkrankung eines 60-Jährigen.

Der italienische Geschäftsmann Innocente Marcolini ist an einem Hirntumor erkrankt und klagte vor Gericht. Marcolini führte aus, er habe während 12 Jahren täglich bis zu sechs Stunden telefoniert. Sein Hirntumor wuchs genau an der Seite des Kopfes, auf welcher er mit dem Telefon am Ohr gesprochen hatte.

Gestern entschied nun das Oberste italienische Gericht, dass es einen «kausalen Zusammenhang» zwischen dem «starken Telefongebrauch und dem Wachstum» des Tumors gäbe. Gegenüber der englischen >Sun< sagte der Betroffene: «Ich wollte es aufgezeigt haben, dass es einen Zusammenhang mit meiner Krankheit und dem Gebrauch des Mobiltelefons gibt.»

Dieses Urteil in Italien dürfte Auswirkungen auf Produzenten von Mobiltelefonen haben. Der Onkologe Professor Angelo Gino Levis spricht in der «Sun» von einem «extrem wichtigen Urteil» weil es schließlich den «Zusammenhang zwischen Erkrankung und Handystrahlung bestätigt.»

Medienanwälte erwarten laut «Sun» nun eine Klageflut. Wobei nicht klar ist, wie die Gerichte außerhalb Italiens die Entscheide des Obersten italienischen Gerichtes anwenden werden.

Mobilfunk-Studie stellt Hirntumore fest

Warnungen der US-Behörden erwartet

Mobilfunk-Studie

Durch eine 25 Millionen Dollar teure Mobilfunk-Studie des ‚National Toxicology Program‘ (NTP) wurden Hirntumore nachgewiesen. Es wird erwartet, dass eine öffentliche Erklärung herausgegeben wird, dass Mobilfunkstrahlung ein Krebsrisiko für Menschen darstellt.

Studie offenbart Verbindung zwischen Mobiltelefonie und Zellstress als Hauptrisikofaktor für Krebs

Verbindung zwischen Mobiltelefonie und Zellstress als Hauptrisikofaktor für Krebs

Während die bisherigen gesundheits-schädlichen Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung immer noch kontrovers diskutiert werden, obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und auch die International Agency for Research on Cancer (IARC) die von den Endgeräten verursachte elektromagnetische Strahlung als “möglicherweise krebserregend” eingestuft hat, bestätigt eine neue Studie israelischer Wissenschaftler nun diese Befürchtungen und offenbart einen bislang unbeachteten Krebsrisikofaktor.

Bei Untersuchungen über mögliche Verbindungen zwischen dem Gebrauch von Mobil-telefonen und Krebserkrankungsraten hat das Team um Dr. Yaniv Hamazany von der Tel Aviv University nach Hinweisen darauf im Speichel von Mobilfunknutzern gesucht, da die Endgeräte bei normalem Gebrauch (also ohne Headset oder Lautsprechfunktion) in der Nähe der Speicheldrüse gehalten werden. Die Vermutung der Forscher war, dass der Speichelinhalt weitere Informationen darüber liefern könne, ob eine krebserregende Komponente vorliegt.

Ein Vergleich des untersuchten Speichels von Vieltelefonierern mit dem von Personen, die gar kein Mobiltelefon nutzen, offenbarte denn auch tatsächlich Hinweise von stärkerem sogenannten oxidativen Stress im Speichel der Vieltelefonierer.

Bei oxidativem Stress handelt es sich um einen Prozess, der nahezu alle Aspekte der menschlichen Zelle inklusive der DNA durch die Erzeugung giftiger Peroxide und freier Radikale schädigt und der als einer der Hauptrisikofaktoren für Krebs gilt.

Wie die Forscher aktuell im Fachjournal “Antioxidants and Redox Signaling” (DOI: 10.1089/ars.2012.4751) berichten, untersuchten sie in ihrer Studie den Speichelinhalt von 20 Vieltelefonieren, also Personen, die pro Monat mindestens 8 Stunden (meist jedoch deutlich mehr, bis zu 40 Stunden) mit ihrem Handy telefonierten und verglichen diesen mit dem von tauben Personen die aufgrund dieses Umstands gar kein Mobiltelefon nutzen, sondern ihr Endgeräte ausschließlich für non-verbale Kommunikation (SMS und Internet) verwenden.

Hierbei zeigte sich bei der Gruppe der Vieltelefonierer ein signifikanter Anstieg an oxidativem Stresswerten im Speichel: “Dieses Ergebnis legt nahe, dass es einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss durch das dauerhafte Mobiltelefonieren auf oxidativem Stress in Gewebe und Drüsen gibt”, so die Forscher. Derartiger Stress gilt als Auslöser von zellulären und genetischen Mutationen die zur Entstehung von Tumoren führen können.

Damit spiegelt das Untersuchungsergebnis langjährige Bedenken über die Aus-wirkungen von Mobilfunkstrahlen, besonders jedoch der Effekte von nichtionisiereder elektromagnetischer Strahlung auf jenes menschliche Gewebe wider, das sich in der Nähe der meist am Ohr gehaltenen Endgeräte befindet.

Auch wenn die aktuellen Ergebnisse noch keinen eindeutigen Nachweis im Sinne von Ursache und Wirkung bezüglich einer Verbindung zwischen Mobiltelefonie und Krebs darstelle, so handele es sich doch um ein weiteres Glied in einer langen Kette von Hinweisen und Beweisen dafür, dass Langzeitmobiltelefonie gesundheitsschädlich ist und zeige zugleich einen gänzlich neuen Weg für weitere Untersuchungen auf, so die Wissenschaftler abschließend.

In weiteren Untersuchungen soll nun der Speichelgehalt von Personen vor dem Telefonieren für mehrere Minuten mit dem danach verglichen werden, um so Erkenntnisse über mögliche unmittelbare Auswirkungen zu erlangen.

Quelle: aftau.org/grenzwissenschaft-aktuell.de vom 30.07.2013

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