Rund 12.000 Bürgerinitiativen wehren sich zur Zeit in Deutschland gegen das immer dichter werdende Netz von Sendemasten der Mobilfunk-Betreiber. Sie befürchten, das diese enorm schädliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit und ganze biologische Systeme haben also auch auf Tiere und Pflanzen.
Sendeanlagen strahlen rund um die Uhr. Der einzelne Bürger wird so schutzlos dieser elektromagnetischen Strahlung ausgesetzt.
Die Dimension der Gesundheitsgefährdung lässt sich zum heutigen Stand der Wissenschaft noch gar nicht präzise abschätzen.
Ein internationales Forscherteam fand bei Laborversuchen in den letzten zweieinhalb Jahren heraus, dass elektromagnetische Felder möglicherweise Schäden im menschlichen Erbgut auslösen und das Krebsrisiko steigern können.
Wieviele Sendeanlagen sich in welcher Entfernung von Ihnen befinden, können Sie auf den nachfolgend verlinkten Landkarten überprüfen. Auf den Karten von Deutschland, Österreich und der Schweiz sind alle aktuellen Mobilfunk-Anlagen festgehalten:
Bedenken Sie, dass die Karten mit den Senderstandorten nur zeigen können, wie weit Sie von den nächsten Mobilfunk-Sendeanlagen entfernt wohnen bzw. arbeiten. Es ist unmöglich, daraus die individuelle Strahlenbelastung abzuleiten. Dies ist nur durch Messungen möglich. Gebäude in zwei Kilometer Entfernung von einer bestimmten Sendeanlage können z. B. einer 10-fach höheren Strahlenbelastung ausgesetzt sein als Häuser in 20 Meter Entfernung zu einer Sendeanlage. Die Höhe der Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern von Basisstationen kann sehr unterschiedlich sein und um mehrere Größenordnungen differieren. Faktoren, die die Höhe der Exposition mitbestimmen sind unter anderem:
Oft ist es nicht nur die Nähe und direkte Einwirkung solcher Funkeinrichtungen, die überdurchschnittliche Feldstärken zur Folge haben, sondern auch, dass deren Strahlung optimal und ungünstig an Flächen, Wänden und Fenstern der Umgebung reflektieren kann (ähnlich wie Licht und Schall) und somit auf Umwegen das Haus erreicht. Besonders entscheidend ist die Frage, ob man sich mit seinem Standort mitten in der Sendekeule, bzw. der Hauptstrahlrichtung befindet und somit die maximale Leistung abbekommt oder nicht.
In Innenräumen kann die Exposition je nach Vorhandensein, Art und Ausführung der Wände, Fenster, Dachhaut etc. ähnlich wie im Freien sein oder um Größenordnungen abgeschwächt sein. Entscheidend ist das Abschirmverhalten der betroffenen Häuser, denn massive Bausubstanz (Stein, Beton...) in Verbindung mit reflektierenden Fenstern (metallbedampfte Wärme- oder Sonnenschutzverglasung) schirmen sehr gut ab, genauso wie Dächer aus Metall, Stahlarmierungen oder Aluminiumfolien. Leichtbauweisen (Holz, Gips, Styropor, Mineralwolle...) und Normalglas verringern dagegen die Strahlung kaum.
Da Mobilfunk-Sendeanlagen abhängig vom Gesprächsaufkommen mit unterschiedlicher Leistung senden, sind innerhalb weniger Minuten Unterschiede von mehreren Hundert % möglich. Ebenso können bereits bei geringen Abweichungen vom Standort Unterschiede von mehreren Hundert % auftreten.