Langzeitstudie der Weltgesundheitsorganisation: Gehirntumore durch Mobilfunk

Unveröffentlichte Langzeitstudie soll stark erhöhtes Risiko nachweisen 

Wie und ob Handystrahlung der Gesundheit schadet, ist seit Jahren umstritten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) scheint jetzt jedoch zu einem erschreckenden Ergebnis gekommen zu sein. Nach einem Bericht der britischen Tageszeitung "Daily Telegraph"  soll die WHO in einer Langzeitstudie ein erhöhtes Krebsrisiko durch die Nutzung von Mobiltelefonen nachgewiesen haben.

Signifikant erhöhtes Risiko

Laut der britischen Zeitung soll die Studie noch in diesem Jahr offiziell über ein Wissenschaftsmagazin publiziert werden. Über vier Jahre seien rund 12.800 kranke und gesunde Menschen in 13 Ländern nach ihrem Nutzungsverhalten befragt worden. Das Ergebnis sei eindeutig gewesen: In einem ersten Vorabbericht der WHO sei von einem "signifikant erhöhten Risiko für verschiedene Hirntumore im Zusammenhang mit einer Handynutzung von zehn oder mehr Jahren" die Rede.

Wissenschaftler raten zur Vorsicht

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat 2008 eine Studie zu möglichen Gesundheitsgefährdungen durch Mobilfunkstrahlung durchgeführt. Ein mögliches Risiko konnten die Wissenschaftler auch zu diesem Zeitpunkt nicht ausschließen. Forschungsbedarf gebe es vor allem in Hinblick auf die Fragen möglicher Langzeitrisiken für Handynutzungszeiten von mehr als zehn Jahren - diese Lücke könnte der Bericht der
WHO damit in Kürze schließen.


Langzeitstudie der Weltgesundheitsorganisation: Gehirntumore durch Mobilfunk