Zehn Punkte aus der Medizinmeteorologie zur Gesundheitsgefährdung durch den Mobilfunk (Kurzfassung)
Dipl.Met. Walter Sönning, Icking/Isartal, Tel. 08178 / 5842 November 2001
Der Einfluß des Wetters auf den Organismus
- Wettereinflüsse nicht alltäglicher Art (alltäglich sind z.B. Kälte, Nässe, Hitze) auf die Gesundheit von Mensch und Tier sind seit jeher bekannt.
Z.B. hat sie schon HIPPOKRATES vor 2400 Jahren als mitverantwortlich für die Auslösung epileptischer Anfälle beschrieben. Heute unterscheiden wir zwischen der unbewußten Wetterreaktion, der alle Organismen unterliegen, der bekannten Wetterfühligkeit mit ihren viellfältigen bewußt wahrgenommenen Erscheinungsformen und der Wetterempfindlichkeit mit Beschwerden von echtem Krankheitswert. Eine eigenständige Wetterkrankheit gibt es aber nicht. Das Wetter kann nur die Symptomatik bereits vorhandener gesundheitlicher Grundleiden vorübergehend verstärken, ggf. bis hin zur Auslösung von Infarkten, Koliken, Embolien, etc.
- Hierzu ist von der Medizinmeteorologie besonders in Deutschland im Laufe des 20. Jahrhunderts aus Tausenden von Einzeluntersuchungen ein umfangreiches wissenschaftliches Material zusammengetragen worden. Es beschreibt zwar auf statistisch gesicherter Basis insgesamt die Vielfalt der Wettereinflüsse auf den gesunden und kranken Organismus, die dabei zugrunde liegenden und besonderen Ursache-Wirkungsbeziehungen blieben aber im wesentlichen unbekannt.
Man spricht dabei von der Biotropie des Wetters, d.h. von der Fähigkeit bestimmter Wettervogänge, organische Reaktionen auszulösen oder umgekehrt von der Meteorotropie des Organismus, d.h. von seinen offenkundig wetterabhängigen Reaktionen.
Die Sferics - der "natürliche Elektrosmog"
- Schon bald nach ihrer Entdeckung vor ca. 100 Jahren geriet die natürliche (el.magn.) Atmosphärische Impuls-Strahlung (AIS, Sferics-Strahlung) in den Verdacht, ein wesentlicher Ursachenfaktor dieser Wetter-Biotropie zu sein.
- Im Rahmen moderner Industrieforschung in München konnte bereits 1980 der Einfluß der AIS auf die Diffusionseigenschaften dünner Gelatinefolien, wie sie für die Reproduktion von Farbbildern im Kupfertiefdruckverfahren Verwendung fanden, nachgewiesen und ihre Wirkungsweise biophysikalisch begründet werden.
Diese in unterschiedlicher Weise biotrop wirksame AIS äußert sich in Einzelimpulsen, den CD-Sferics (a.t.B.)* mit wenigen stark abfallenden Schwingungen im Frequenzbereich von ca. 2 bis 60 kHz. Sie gehen von Dunkelfeldentladungen (nicht von Blitzen!) in der Atmosphäre aus und treten bevorzugt in festliegenden Frequenzabschnitten auf, so daß ein Impulsfrequenzspektrum entsteht, das zudem auch in unterschiedlicher Weise wetterabhängig ist.
*) = "Convective Discharge Sferics according to Baumer"
- Zusammen mit anschließenden Forschungsarbeiten von medizinischen Arbeitsgruppen am Max-Planck-Institut für Biochemie in München-Martinsried und an der Universität Giessen war damit in den 80er und 90er Jahren ein erster wesentlicher Schritt in der Ursachenforschung für die Meteorotropie biologischer Systeme auf der Basis der natürlichen el.magn. Impulsstrahlung der Atmosphäre (VLF) einschließlich ihrer ELF-Impulsfolgefrequenzen gelungen.
- Gleichzeit war damit aber auch der von der Medizinmeteorologie seit langem gesuchte besondere biotrope Wetterfaktor gefunden und es konnten die meteorotropen Reaktionen, d.h. die vielfältigen wetterabhängigen medizinischen Syndrome des Organismus (s.o. 2.!) in einen ursächlichen Zusammenhang mit dieser biotrop wirksamen AIS, dem "natürlichen Elektrosmog", gebracht werden.
- Wesentlich dabei ist die Erkenntnis, daß die meteorotropen Syndrome bei Mensch, Tier, Pflanze und in biochemischen Systemen durch bestimmte natürliche el.magn. Felder aus der atmosphärischen Umwelt über nichtthermische Effekte ausgelöst werden, indem sie z.B. die neurovegetative Regulation des Organismus durch Informationsvermittlung beeinflussen bzw. stören.
Aus der evolutionär bedingten Anpassung des Organismus an diese naturgegebenen el. magn. Felder kann jedoch keinesfalls ein Argument für die gesundheitliche Unbedenklichkeit des technischen E-Smogs, insbesonders des Mobilfunks abgeleitet werden !
Der Einfluß des Mobilfunks auf die Gesundheit
- Nach allen bisherigen Beobachtungen gleichen sich die Auswirkungen der natürlichen AIS und diejenigen der technisch erzeugten Felder des "künstlichen" E-Smogs bzw. des Mobilfunks auf den Organismus auffällig in ihrer unspezifischen und individuell sehr unterschiedlichen Symptomatik.
Allein dieser Befund aus der Medizinmeteorologie liefert ein Argument, daß Mobilfunkfrequenzen im wesentlichen auf nichtthermischer Basis, z.B. über eine Störung neurovegetativer Steuerungsprozesse wirken und nicht etwa nur lokal auf dem Weg einer Energieübertragung.
- Da sich die Mobilfunkfrequenzen (vor allem der geplanten UMTS-Technologie) in ihrer Charakteristik immer mehr den natürlichen Mustern (im VLF und ELF-Bereich) der AIS annähern, muß diesen künstlichen Strahlungsfeldern von vorneherein auch eine biologische Wirksamkeit unterstellt werden.
Während im organisch gesunden Zustand der Körper die ggf. störenden Einflüsse der natürlichen E-Felder weitgehend ausgleichen kann, so daß eine Wetterfühligkeit bzw. -empfindlichkeit erst bei einer aus anderen Gründen verursachten gesundheitlichen Vor- oder Zusatzbelastung auftritt, muß - wie bei der künstlichen Radioaktivität - davon ausgegangen werden, daß die Belastung des Organismus durch Mobilfunk oder E-Smog bei der Dosis Null beginnt!
- Äußerst beunruhigend ist schließlich auch die Möglichkeit, daß durch die Überlagerung der wetterbedingt nur zeitweise und kurzzfristig auftretenden biotropen AIS mit dem flächendeckend und andauernd einwirkenden Mobilfunk eine Verstärkung dessen gesundheitlichen Risikopotentials zu erwarten ist, mit der Folge ggf. epidemisch auftretender neuer Erkrankungsbilder in der Bevölkerung.
Die Forderung der Medizinmeteorologie kann deshalb nur lauten:
In Umkehr der Beweislast muß vor dem weiteren Ausbau des Mobilfunks dessen biologische Verträglichkeit auf unabhängiger und wissenschaftlich einwandfreier Basis entweder nachgewiesen sein oder es müssen andere, technisch sicher auch mögliche Wege in der Telekommunikation beschritten werden!
Weitere Informationen und Literatur beim Verfasser!
Dipl.Met. Walter Sönning, D - 82057 Icking, T. 08178 / 5842
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Willkommen auf der "Wetterseite"
Atmosphärische Impulsstrahlung, der Einfluss vom natürlichem Elektrosmog auf unsere Gesundheit...
Was ist das?
Wie und warum wirken diese natürlichen Felder? Sind sie mit dem vom Menschen erzeugten Elektrosmog vergleichbar?
NEU:
Das natürliche Impuls-Frequenzspektrum der Atmosphäre (CD-Sferics a.t.B.) und seine biologische Wirksamkeit.
Tipp:Für Schnelleser: Die Kurzfassung als PDF-Datei ! Die Frequenzbänder bei 10 kHz und 28 kHz, ihre Wetterabhängigkeit, ein niederfrequentes Wirkungsmodell ihrer Neurotropie und ihre circadiane Neurotropiebilanz als möglicher 'basal induzierender Faktor' der biologischen Tagesrhythmik des Menschen.
Wussten Sie schon ...?
- Die Sferics und das Leben.
(dtsch. und engl.) Gelatine kennt jeder. Doch nur wenige wissen, dass ausgerechnet diese die ganzen "Wetterfühligkeiten" eigentlich erst mit "Facts" in den Zusammenhang mit der Wirkung elektromagnetischer Felder bringen konnte, damit ein erster, lange angestrebter Schritt in der Erklärung und Deutung der aus der medizinmeteorologischen Forschung seit langem bekannten meteorotropen Syndrome bei Mensch und Tier gelungen ist.
- Zur Meteorotropie der fotografischen Dichromat-Gelatine
Wer es etwas genauer und mit Bildern wissen will, sollte diesen Text lesen. Die Beweisführung ist sehr detailliert beschrieben. Der Text besitzt auch einen geschichtlich interessanten Stellenwert. Wettereinflüsse auf die biochemischen Eigenschaften dünner Dichromat-Gelatinefilme von Hans Baumer
"Wetterfühligkeit" und Mobilfunkfühligkeit
- Neue Fassung: (in 12 Stichpunkten zur schnellen Information)
- Neue Fassung: aus der Sicht der Medizinmeteorologie/ Biometeorologie
- Neue Fassung: Wetterfühligkeit und "Mobilfunkfühligkeit" - Kurzfassung
- Beitrag der Bio-Medizinmeteorologie zur Diskussion der Gesundheitsgefährdung durch Mobilfunkfrequenzen.
- Öffentlicher Brief: Offener Brief gegen Mobilfunkmasten
Die Atmosphäre "sendet"
- Neue Fassung:Die natürliche elektromagnetische Impulsstrahlung der Atmosphäre (AIS)
- Die Bedeutung der natürlichen atmosphärischen Impulsstrahlung für die Biometeorologie-Medizinmeteorologie.
Geschichtliche Hintergründe
- Zur 100-jährigen Forschungsgeschichte - aus meteorologischer Sicht.
- Die nat. el. magn. Impulsstrahlung der Atmosphäre im Frequenzbereich VLF (ca. 3 bis 50 kHz).
Literatur
- Literaturdokumentation: Baumer/Eichmeier/Sönning und andere
- Literaturliste
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Dipl. Met. Walter Sönning
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