Gefahrenquelle: Auto

Elektrosmog im Auto

In einem durchschnittlichen Auto werden heute 4000 - 8000 Meter Kabel verwendet. Je mehr Technik und Elektronik, desto höher die Belastung mit elektromagnetischen Feldern. Benziner strahlen meist mehr als Dieselfahrzeuge, Automatikwagen wiederum mehr als manuell zu schaltende Wagen. Man fragt sich, ob nicht mancher aggressive Raser einfach nur "unter Strom" steht und mancher Verkehrsunfall durch diese enorme Belastung mit ausgelöst wurde.

Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass die Belastung der Innenraumluft mit Schadstoffen in Fahrzeugen oft so hoch ist, dass sie weit über die zulässigen Grenzwerte hinausgeht. Durch den enormen Elektrosmog wird der Organismus und das Gehirn des Menschen durchlässiger und aufnahmefähiger für Schadstoffe. Menschen, die im Auto leicht müde oder gereizt sind, sollten ihre Fahrzeuge auf möglichen Elektrosmog und Schadstoffe überprüfen.

Schutzmaßnahmen:

Volvo überstrahlt alle

Gleich drei Volvo-Modelle weisen elektromagnetische Felder auf, die 80 mal stärker sind als in schwedischen Gesundheits-Richtlinien vorgesehen. Dies geht aus einem jetzt veröffentlichten Test des schwedischen Auto-Magazins "Vi bilägare" hervor.

Nur die BMW 5er-Reihe wies ähnlich hohe Werte auf

Demnach kommen die Modelle S60 (15 Mikrotesla), V70 (18 Mikrotesla) und S80 (12 Mikrotesla) auf deutlich überhöhte Werte. Zum Vergleich: Der Saab 9-3 erreichte 1,3, der Ford Mondeo 0,5 Mikrotesla. Lediglich die BMW 5er-Reihe erreicht ähnlich hohe Werte wie die Volvo-Modelle. In Mikrotesla wird die Stärke eines elektromagnetischen Feldes gemessen, in einer durchschnittlichen Wohnung gilt ein Wert von 0,1 als normal. In Büros werden unter anderem aufgrund von Computerabstrahlungen ungefähr 0,2 Mikrotesla gemessen. Höhere Werte gelten in Schweden bereits als gesundheitsgefährdend.

Volvo spart an Erdungskabel

Bei der Studie erreichte Volvo die schlechtesten Werte aller getesteten 14 Fahrzeuge. Geprüft wurden dabei die elektromagnetischen Felder in allen Bereichen rund um die Wagensitze, die höchste Belastung trat dabei im Bereich des linken Fahrer-Fußes und auf den Rücksitzen auf. Dies könnte daran liegen, dass bei Volvo die Batterien wegen der besseren Gewichtsverteilung im Kofferraum installiert sind und deren Energie nur mit einem Kabel zum Motorraum weitergeleitet wird. Bei BMW und Mercedes gebe es, so die Zeitung "Aftonbladet", zwei Kabel, ein stromführendes und eines zur Erdung. Der schwedische Magnetfeldexperte Bengt Skyman erklärte gegenüber der Zeitung, dass Volvo "mit nur einem Kabel sicher ein paar Kronen bei der Produktion einspart".

Volvo erklärte gegenüber "Vi bilägare", dass die gemessenen Werte deutlich unterhalb der geltenden EU-Richtlinien lägen. Zudem gebe es keinerlei wissenschaftliche Beweise, dass elektromagnetische Felder, wie im Volksmund immer wieder behauptet, tatsächlich schwere Krankheiten wie Krebs verursachten.

E-Felder können Krebs verursachen

Allerdings macht sich der schwedische Automobilhersteller schon Gedanken über die Auswirkungen der Studie, die im hohen Norden neben der Winterolympiade gegenwärtig die Titelseiten der Zeitungen beherrscht. Denn tatsächlich ergaben einige Studien, dass elektromagnetische Felder bei schwangeren Frauen Fehlgeburten verursachen könnten, zudem konnte ein Zusammenhang mit Leukämie-Erkrankungen nicht augeschlossen werden.

Volvo will nicht nachrüsten

Trotz aller Kritik will Volvo keine Konsequenzen wegen der angeblichen Gefahren elektromagnetischer Strahlung in mehreren Modellen ziehen. Wie Unternehmenssprecher Bo Larsson am Freitag (15.2.) in Göteborg mitteilte, will Volvo weder eine Rückrufaktion starten noch eventuelle Umbaukosten tragen. Der zusätzlichen Einbau eines Erdungskabels zwischen Batterie und Motor, durch den die Werte erheblich sinken würden, würde nach schwedischen Zeitungsberichten umgerechnet etwa 650 Euro je Fahrzeug kosten.
15.02. 11:37 Elke Wittich
Quelle: www.auto.t-online.de

 

Große Unterschiede bei den gemessenen Magnetfeldern in Fahrzeugen

Im Citroën Berlingo gibts nur einen Sechstel so viel Elektrosmog wie im VW Lupo. Das freut Astrid Bühlmann aus Kaufdorf BE: Seit sie mit einem Berlingo herumkurvt, sind ihre Schmerzen weg.
Monatelang plagte Astrid Bühlmann ein dumpfer Schmerz im Bein - immer dann, wenn sie sich hinters Steuer ihres Autos geklemmt hatte. "Selber schuld, ich sitze wohl zu krumm", dachte Bühlmann und setzte sich aufrechter hin, machte Gymnastik während des Fahrens, zog andere Schuhe an.
Alles nützte nichts. Der Schmerz vom linken Knie abwärts wollte nicht vergehen. Auch ein Bewegungs-Therapeut konnte nicht helfen, stelle aber fest, dass Astrid Bühlmann elektrosensibel ist.

Dass ihre Beschwerden mit dem Elektrosmog in ihrem neuen Toyota Avensis 1999 zu tun haben könnten - darauf kam Bühlmann jedoch nicht. So vermass sie Haus und Umgebung, ohne auf nennenswerte magnetische Felder zu stossen. Erst, als sie das ausgeliehene Messgerät zurückbringen wollte und es gedankenverloren im Auto nochmals einschaltete, stiess sie darauf: "Das Magnetfeld war so stark, dass das Gerät gar nicht mehr messen konnte."

Mit Messgerät und Block von Garage zu Garage

Astrid Bühlmann fährt täglich bis vier Stunden Auto und ihr war klar: Ein weniger belastetes Auto musste her. So machte sie sich mit Messgerät und Block auf die Suche und war gefasst, als Spinnerin abgetan zu werden. Doch das Gegenteil traf ein: "Ein Garagist testete eigenhändig alle Autos und kam zum Schluss, er könne mir keines anbieten. Ein anderer bat mich sogar, seinen Arbeitsplatz zu vermessen."

Nach zwölf Garagen wählte sie schliesslich den strahlungsärmsten Citroën Berlingo Diesel 1997 mit 97'000 Kilometern. Seit November fährt Bühlmann nun dieses Auto - und bis heute tauchten die Schmerzen nie mehr auf. "Zudem fahre ich weniger nervös. Vorher war ich immer auf der Überholspur."
Der K-Tipp liess Josef Peter nachmessen. Der diplomierte Elektro-Installateur prüfte bei Standgas die Magnetfelder im Fuss- und Sitzbereich der Lenkerin.

Resultat: Der Citroën Diesel gibt tatsächlich nur ein Drittel so viel Elektrosmog ab wie der Toyota 1999 mit Benzinmotor. Toyota-Vizedirektor Eduard Tschanz schliesst einen Zusammenhang zwischen Bühlmanns Beschwerden und ihrem Toyota nicht aus. "Denn ähnlich wie bei Allergien können Menschen unterschiedlich stark auf magnetische Felder reagieren." Allerdings höre er zum ersten Mal von Problemen wegen Elektrosmog in einem Toyota und sagt: "Das ist kein markenspezifisches Problem."

Bei einer Stichprobe fand der K-Tipp Autos, die noch stärkere Magnetfelder aufweisen als der Toyota 1999. Am meisten belastet ist der neue VW Lupo Diesel mit 1679 Nanotesla. Warum das so ist, konnte VW bis Redaktionsschluss nicht erklären. Mirjana Moser, Physikerin im Bundesamt für Gesundheit, vergleicht diesen Wert mit dem Magnetfeld einer Kochplatte - eine der stärksten Belastungen im Haushalt. "In der Summe der täglichen Belastungen kann dieser Beitrag durchaus ins Gewicht fallen", sagt Moser.

Der getestete BMW hingegen, ein vierjähriger Benziner, kommt nur auf 342 Nanotesla. Hat das Ergebnis damit zu tun, dass in älteren Autos weniger Elektronik steckt? BMW-Sprecher Philipp Odermatt widerspricht: "Beim neuen Modell wurde die Elektronik optimiert." BMW platziere Teile mit grossen Strömen möglichst weit weg von der Fahrgastzelle. So befinde sich das Steuerungsgerät in einer abgeschirmten Box im Motorenraum.
Den besten Wert aber erzielte Bühlmanns heutiger Citroën Diesel: 248 Nanotesla entsprechen in etwa dem Feld eines strahlungsarmen Computers mit Gütesiegel der schwedischen Gewerkschaft TCO. Die Grenze liegt bei 200 Nanotesla und hat sich auf dem Computer-Markt etabliert. Für Autos aber fehlt eine solche Norm, ebenso gesetzliche Grenzwerte.

Elektronik erhöht Komfort - aber auch die Strahlung

Bei Fachleuten gelten Diesel tatsächlich als weniger belastet, da sie ohne Zündanlage auskommen. Doch ausgerechnet ein moderner Diesel hat in der Stichprobe das stärkste Magnetfeld. Das überrascht Karl Meier nicht. "Der Trend läuft auch bei Diesel zu mehr Elektronik", sagt der Dozent an der Hochschule für Technik in Biel. Erstens soll der Abgaswert verbessert, zweitens der Energieverbrauch gedrosselt werden. Drittens wolle der Fahrer möglichst viel Komfort. "Das kann man nur mit mehr Elektronik erreichen."
Und je mehr Elektronik die Hersteller in ein Auto packen, desto mehr Felder treten auf. Diese können Lenker und Beifahrer belasten, weil der Fussbereich in den Motorenraum hineinreicht. Deshalb müssten Autobauer die Elektronik abschirmen und möglichst weit weg vom Fahrer platzieren. "Mir bleibt nicht anderes übrig, als beim nächsten Autokauf wieder mein Gerät zu zücken und auf verständnisvolle Verkäufer zu hoffen", sagt Astrid Bühlmann.

Quelle: www.ibes.ch <

 


 

 

 



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