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Gerätschaften zur Beeinflussung der Menschen durch elektromagnetische Wellen gehören mit zu den geheimsten Entwicklungen von Militärs und Geheimdiensten in Ost und West. Das bedeutet nun aber keinesfalls, daß es keine Belege für das Vorhandensein dieser Gerätschaften gibt. Ganz im Gegenteil:
Ziemlich ausführlich ist in öffentlich zugänglichen Schriften verschiedenster Einrichtungen der Armee, Marine, Luftwaffe und gar der CIA nachzulesen, was diese an entsprechenden Gerätschaften entwickelt haben oder zu entwickeln gedenken. Natürlich sind den Schriften keine technischen Details oder gar Basupläne zu entnehmen, wohl aber Sinn und Ziel ihres Vorhandenseins. So ist im Bericht Final Report on Biotechnology Research Requirements aus dem Jahr 1982 aufgeführt, daß die US Airforce sich der elektromagnetischen Gerätschaften in drei Arbeitsstufen annimmt (Babacek, 1998):
(1) 1980 1995 Erforschung der Auswirkungen gepulster ELF-Wellen
(2) 1980 1997 Erforschung der Auswirkungen von Radiowellen
(3) 1986 2010 Nutzung der Wellen zur Unterbrechung von Verhalten
Was mit Punkt drei, dem Unterbrechen von Verhalten gemeint ist, ist bereits in diesem Buch näher beschrieben werden. Welches Interesse aber könnten Militärs an der Störung kognitiver Funktionen des Menschen haben? Richtig: Dem möglichen Einsatz als Waffe. Dieser mögliche Einsatz ist der Sinn hinter dem eben genanntem dreistufigen Plan. Passend zum Zeitrahmen des Plans wurde dann 1982 gemäß eines Berichts der Luftwaffe angeregt, ELF-Frequenzen für den militärischen Einsatz zu erproben (Becker, 1994). Daß diese mittlerweile erprobt und als Waffe nutzbar sind, wird in den USA sogar zugegeben: In einer vom Oberkommando der US Airforce herausgegeben Schrift bestätigt Major Jonathan W. Klaaren 1993 die Existenz von Waffen, die mit Strahlen aus dem elektromagnetischen Spektrum arbeiten (Guyatt, 1996). Diese drei Quellen der US Airforce zeigen eindeutig, daß sowohl ein genauer Plan zur Entwicklung elektromagnetischer Waffen aufgestellt wurde als auch, daß dieser Plan eingehalten wurde und wird.
In Zeitungsartikeln, Vorträgen von Mitarbeiter militärischer Forschungseinrichtungen oder Aufsätzen in militärischen Fachzeitschriften werden sogar die Vorteile elektromagnetischer Waffen gegenüber herkömmlichen Waffen angepriesen. Die nächste Frage lautet nunmehr: Werden diese Waffen denn auch gebaut? Auch hier lautet die Antwort eindeutig Ja: Im November 1993 fand an der John Hopkins Universität, einem Zentrum für die Erforschung elektromagnetischer Strahlen, eine Konferenz über elektromagnetische Waffen statt. In der Einladung zu dieser Konferenz hieß es:
Ziel dieser Konferenz ist es, die Industrie mit Militär und Wissenschaft bei der Erstellung elektromagnetischer Waffen zusammenzubringen und entsprechende Anforderungen dafür herauszufinden. Insbesondere die Industrie wird davon profitieren, wenn sie besser um diese Anforderungen weiß (Babacek, 1998).
Anscheinend weiß die Industrie mittlerweile um die Anforderungen, denn elektromagnetische Waffen werden serienmäßig hergestellt. Sogar der normale Bürger kann ohne Probleme diese serienmäßig hergestellten Waffen erwerben! Kaum zu glauben, aber wahr: Die 1974 gegründete Firma Information Unlimited aus Amherst im Bundesstaat New Hampshire bietet elektromagnetische Waffen aller Art an. Gegen wenige Dollar kann der Katalog Amazing Electronic Devices bestellt werden. Dieser Katalog öffnet den Blick in das Wunderland moderner elektromagnetischer Technik: In der Rubrik Mind & Brain Control findet der geneigte Kunde Apparate, die mittels Magnetwellen Desorientierung hervorrufen; elektromagnetische Laserpistolen, die Lähmung hervorrufen; elektromagnetische Schmerz- und Schockfelder; elektromagnetische Felder gegen Ratten oder Menschen; Geräte zum Stören von elektromagnetischen Wellen, Meßgeräte für elektromagnetische Strahlung, Anleitungen zum Selbstbau von Mind-Kontrol-Geräten und Bücher über elektromagnetische Gedankenbeeinflussung! Sicherlich bietet Information Unlimited nur einen Bruchteil dessen an, was momentan der militärisch-industrielle Komplex an Mind-Kontrol-Waffen fertigt. Ein Blick in das U.S.-Patentamt offenbart, was der Normalbürger noch nicht käuflich erwerben kann: Unter der Nummer 5,539,705 findet sich zum Beispiel ein Ultrasonic Speech Translator. Dieses Gerät wandelt Sprache in Höchstfrequenzen um. Und damit macht es genau das, was in dem weiter oben beschriebenen Experiment von Sharp und Grove (Justesen, 1975) erstmals in einem militärischen Forschungslabor gelang: Sprachübertragung durch elektromagnetische Wellen.
Diese beiden Beispiele zeigen, daß es durchaus Belege dafür gibt, daß Forschungsergebnisse aus dem Bereich Mind-Kontrol zu einsatzfähigen Waffen oder Apparaturen weiterentwickelt werden. In diesem Buch wurde bereits aus dem Aufruf einiger Wissenschaftler aus dem Jahr 1944 zitiert, wo eine Zusammenarbeit zwischen Militärs und Wissenschaft bei der Erforschung elektromagnetischer Wellen gefordert wird. Auf den vorangehenden Seiten wurden Belege für die dann praktizierte Zusammenarbeit und deren Ergebnisse aus den letzten 50 Jahren gegeben. Eines sollte klar geworden sein: In der heutigen Zeit schließt sich der Kreis: Militär, Wissenschaft und Industrie arbeiten zusammen bei der Produktion elektromagnetischer Waffen. Als letztes bleibt nur noch zu klären, ob diese Waffen auch eingesetzt werden.
In einer Reihe von Büchern insbesondere aus den USA behaupten immer wieder Personen, Opfer elektromagnetischer Mind-Kontrol-Versuche geworden zu sein. Über die Glaubwürdigkeit dieser Berichte ist an anderer Stelle in diesem Buch schon passendes gesagt worden. Diese Opferberichte beantworten aber nicht die Frage, ob elektromagnetische Mind-Kontrol auch im Ernstfall eingesetzt werden. Hier ist die Informationslage sehr dürftig. Dennoch kann einigermaßen sicher behauptet werden, daß die USA seit Beginn der 90er Jahre bei militärischen Eingriffe in andere Länder elektromagnetische Waffen eingesetzt haben oder einzusetzen gedenken. So berichtete das US-Magazin TIME in einem umfangreichen Artikel im August 1995 über den Cyberwar, also die vom US.-Militär entwickelte neuartige Kriegsführung mit allen Arten moderner Höchsttechnologie. Einige der in diesem Artikel erwähnten Waffen gehören zu den sogenannten Non-lethal Weapons, zu denen auch elektromagnetische Waffen zählen. Eine Vielzahl von Aufsätzen, die von Einrichtungen der USArmy oder US Airforce veröffentlicht wurden, beschäftigen sich mit dem Einsatz nichttödlicher Waffen. In diesem Zusammenhang erwähnt zum Beispiel ein Aufsatz aus der Zeitschrift Parameters, die vom US Army War College herausgegeben wird, ausdrücklich elektromagnetische Waffen (Thomas, 1998). Anscheinend können die Militärs auch auf praktische Kampferfahrungen zurückgreifen: Im 1. Golfkrieg 1991 war zumindestens geplant und vorbereitet des Einsatz sogenannten Pulse Wave Myotron. Unter Pulse Wave Myotron sind elektromagnetische Wellen zu verstehen, die das Gefühl von tausenden glühender Nadeln in der Haut hervorrufen. Myotron-Wellen wurden eigentlich entwickelt als Waffen für Privatpersonen gegen Überfälle. Doch zeigte auch die USArmy in der Vorbereitungsphase zum 1. Golfkrieg reges Interesse daran (Pasternak, 1997). Und tatsächlich wurden während des Krieges elektromagnetische Wellen seitens der USA genutzt und dies war sogar im Fernsehen zu sehen: Wohl nur durch Unachtsamkeit seitens der Zensoren sendete der US-Nachrichtensender CNN direkt vom Schlachtfeld, wo ein irakischer Bunker zu sehen war, über dem ein amerikanischer Hubschrauber in der Luft stand. Nach ungefähr 30 Sekunden kamen die irakischen Soldaten verwirrt aus dem Bunker und ergaben sich dem CNN-Kamerateam, das die ganze Angelegenheit filmte (Krause, 1996). Vieles spricht dafür, daß aus dem Panzer heraus der Bunker mit elektromagnetischen Wellen bestrahlt wurde, die dann die Verwirrungszustände bei der irakischen Bunkerbesatzung hervorriefen. Neben diesem Fernsehbericht veröffentlichte das ITV News Bureau in London 1991 Angaben zu entsprechenden Aktionen des U.S. PsychOps Team, also der Einheit für psychologische Kriegsführung, im Golfkrieg (Wall, 1999). Nach dem 1. Golfkrieg zeigten eine Reihe von US-Soldaten das sogenannte Golfkrieg-Syndrom, eine Mischung körperlicher und psychischer Beschwerden, für deren Herkunft es offiziell keine Erklärung gibt. Es ist aber durchaus möglich, daß dies Golfkrieg-Syndrom hervorgerufen wurde durch Fehler beim Einsatz der elektromagnetischen Waffen (Begich, 1997).
Bei der Betrachtung elektromagnetischer Mind-Kontrol darf natürlich das HAARP-Projekt der USA nicht fehlen. Über HAARP sind mittlerweile sehr viele Bücher und Aufsätze veröffentlicht worden, so daß hier nur kurz darauf eingegangen werden soll: HAARP ist die Abkürzung für High Frequency Activ Auroral Reseach Project und bedeutet auf deutsch Harfe. Das Projekt HAARP wird im Auftrag des US-Militärs von Alaska aus durchgeführt, wo mittels eines riesigen Antennenwaldes unter anderem Niedrigstfrequenzwellen über weite Entfernungen hinweg gesendet werden können (Manning & Begich, 1995). Welche Auswirkungen entsprechende Niedriegstfrequenzwellen aus dem elektromagnetischen Spektrum haben können, ist in den vorangehenden Abschnitten dieses Buches ausführlich beschrieben worden. Das Projekt HAARP bietet theoretisch die Technik, auf Teile der Menschheit Mind-Kontrol auszuüben. Aufgrund der gigantischen technischen Möglichkeiten und der enormen Sendeleistung stellt auch der HAARP-Kritiker Begich immer wieder zurecht die Frage, ob hier der großflächige Einsatz von elektromagnetischer Mind-Kontrol vorbereitet wird (Manning & Begich, 1995). Sollte dies der Fall sein, dann tut Eile not, den Betreibern von HAARP das Handwerk zu legen. Wer jetzt meint, daß alles sei zwar schade, aber Alaska ist weit weg und das Ganze gehe uns in Deutschland nichts an, der irrt: Zum einen ist HAARP dazu ausgelegt, elektromagnetische Wellen auch in weit entfernte Gegenden zu senden und zum anderen gibt es in der BRDeutschland eine Reihe von Sendestationen der USArmy, auf die die BRDeutschland in keinster Weise Einfluß hat und von denen aus ebenfalls elektromagnetische Mind-Kontrol ausgeübt werden kann.