Elektrosmog durch Telefonieren und Telefon
Von Telefonen geht eine nicht unerhebliche Strahlung aus. Manche Telefone strahlen nur zu der Zeit, in der telefoniert wird, andere wiederum strahlen rund um die Uhr. Da die Strahlung immer sehr dicht am Kopf stattfindet, können dadurch gesundheitliche Störungen auftreten (z.B. Kopfschmerzen, Husten etc.)
Handy
Das Problem bei Telefonieren mit dem Handy ist, dass die Funkübertragung bei den Handys digital und gepulst erfolgt.
Dazu kommt noch, dass die Handys in der Regel an Körperstellen getragen werden (wie z.B. in der Brusttasche direkt am Herz), die besonders empfindlich auf Strahlungen reagieren. Wie Forscher der schwedischen Universität Lund festgestellt haben, wird durch telefonieren mit Handys die Blut-Hirn-Schranke geöffnet. Somit können schädigende Stoffe ins Gehirn eindringen und Gehirnzellen zerstören. Aus der Studie geht hervor, dass schon durch minimalen Handyeinsatz (täglich nur wenige Minuten telefonieren) die Gesundheit geschädigt werden kann. Handybenutzer sind dem Risiko ausgesetzt, an Multipler Sklerose, Alzheimer und Parkinson zu erkranken. Andere Wissenschaftler sprechen von Gehirntumoren, Nerventumoren, Fehlfunktion der Gehirnzellen und genetischen Schäden.
Schutzmaßnahmen beim Telefonieren:
Mit Handys nur im wirklichen Notfall telefonieren. Es gibt Untersuchungen die belegen, dass über 90% der mit dem Handy geführten Telefonate überflüssig sind, Die meisten Gespräche können genausogut von einem anderen Telefon und zu einer anderen Zeit geführt werden. Eine spezielle Handytasche zum Schutz gegen Elektrosmog vermindert bis zu 97% der schädlichen Strahlungen. Aber auch die verminderte Strahlung ist noch sehr schädlich, wenn längere Zeit mit dem Handy telefoniert wird.
Produkte zum Schutz gegen Elektrosmog beim Telefonieren
Schnurlose Telefone Verwöhnt durch das praktische Telefonieren mit dem Handy wollen immer mehr Menschen auch zuhause schnurlos im Festnetz telefonieren. Hersteller von Telefonen bieten zu diesem Zweck schnurlose Telefone an, die nach unterschiedlichen Standards, aber überwiegend nach dem DECT-Standard arbeiten. Mit Zusatzantennen können Reichweiten von 600 Metern und mehr erreicht werden.
Man unterscheidet grob zwischen analoger, digitaler und gepulster Technik. Bei analoger Übertragung (z.B. nach dem CT-1-Standard) sendet die Antenne des Handgerätes hochfrequente elektromagnetische Wellen zur eigenen, im Haus aufgestellten Basisstation. Auf diesen Wellen wird die Sprachinformation transportiert. Bei Schnurlos-Telefonen nach diesem früher überwiegend verwendeten Standard beschränkt sich die nicht gepulste hochfrequente elektromagnetische Strahlenbelastung der Hausbewohner und Nachbarn nach unseren bisherigen Messungen auf die Zeit des Telefonierens.
Die Basisstation des DECT-Telefons (Digital Enhanced Cordless Telephone)/GAP (Generic Access Profile) gibt ständig, auch wenn nicht telefoniert wird, mit 100 Hz gepulste Hochfrequenzwellen (1880-1900 MHz) ab.
Messungen von DECT/GAP-Basisstationen an der HBLA Ursprung zeigten noch in einem Meter Entfernung Leistungsflussdichtewerte von einigen tausend µW/m². Diese Mess-werte liegen damit deutlich über dem Salzburger Vorsorgewert, der für GSM-Mobilfunksender einen Beurteilungswert von 1 µW/m² vorsieht. Bei DECT-Basisstationen sollte die Exposition 0,1 µW/m² nicht übersteigen.
Mehrere Berichte zeigen, dass neu auftretende "unerklärliche" Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Ohrensausen (Tinnitus) oder andere Symptome mit dem Betrieb dieser Anlagen in Verbindung stehen können - und beim Ausstecken der DECT/GAP-Basisstation wieder verschwinden.
Wie erkennen Sie - wenn Sie bereits ein schnurloses Telefon besitzen - ob es sich um ein DECT/GAP - Gerät handelt?
Wenn sich auf dem Gehäuse oder in der Bedienungsanleitung die Bezeichnung "DECT" oder "GAP" findet, dann ist die Sachlage offensichtlich klar.
Aber Vorsicht: Nicht überall, wo DECT/GAP drinsteckt, steht auch DECT/GAP drauf. Woran können Sie dann erkennen, ob Sie ggf. ein DECT / GAP - Telefon erwischt haben? Z.B. am Frequenzbereich von 1880 - 1900 MHz (= 1,880 - 1,900 GHz), falls dieser bei den technischen Daten angegeben ist; oder an DECT-spezifischen Leistungsmerkmalen, wie einer größeren Zahl von Mobilteilen, die an einer Basisstation betrieben werden können (typischerweise sechs bis acht), Gesprächsmöglichkeit von Mobilteil zu Mobilteil, Gesprächsweiterleitung an andere Mobilteile, Abhörsicherheit (durch Encryption).
Die Basisstation oder die Ladestation des Mobilgerätes, egal welcher Standard verwendet wird, sollte nicht in der Nähe von Daueraufenthaltsplätzen stehen - wegen der niederfrequenten Magnetfelder, die der Netztransformator erzeugt.
Auch wenn Sie ein analoges Schnurloses nach dem Standard CT1 besitzen oder anschaffen: Mit schnurlosen Telefonen sollten in jedem Fall nur Kurzgespräche geführt werden - da Sie mit dem Mobilteil ein Funkgerät am Ohr haben. Für Langzeittelefonate ist das schnurgebundene Telefon immer noch die beste Wahl.
TECHNIK
Schnurlostelefone nach dem DECT/GAP-Standard arbeiten mit einer Trägerfrequenz von 1880 bis 1990 MHz und liegen damit im Mikrowellenbereich (300 MHz - 300 GHz). Durch das Modulationsverfahren ergibt sich eine niederfrequente Pulsung mit 100 Hz. Die Sendeleistung angegeben als Spitzenwert beträgt für den DECT/GAP-Mobilteil und die DECT/GAP-Basisstation jeweils 250 mW. Die sich daraus ergebenden Immissionen sind im nachfolgenden Punkt Immission dargestellt.
IMMISSION
Die nachfolgende Grafik zeigt die Immission eines DECT Senders (Mobilteil oder Basisstation) im Umkreis von 2 Metern als elektrische Feldstärke [V/m] für den Spitzenwert (Sendeleistung 250 mW). Umrechnungsformel im Fernfeld: S=E²/377.
| Distanz zum Sender [m] | elektrisches Feld [V/m] | Leistungsflussdichte [mW/m²] |
| 0,3 m | ca. 10 V/m | 265 mW/m² |
| 0,5 m | ca. 6 V/m | 95 mW/m² |
| 1 m | ca. 3 V/m | 24 mW/m² |
| 1,5 m | ca. 2 V/m | 11 mW/m² |
Bei der digitalen Technik (z.B. nach dem CT-2-Standard) wird die Sprache in winzige Teile zerlegt und diese Einzelinformationen werden über die elektromagnetischen Wellen zum Empfänger transportiert. Auch diese Schnurlos-Telefone senden nicht gepulste hochfrequente elektromagnetische Strahlen nur beim Telefonieren. Allerdings kommen laufend neue Modelle auf den Markt, deren Beschreibung man in der Regel nicht entnehmen kann, ob die Basisstation nur beim Telefonieren und nicht ständig sendet.
Bei der gepulsten Technik (z.B. nach dem DECT-Standard) werden elektromagnetische Wellen digital und gepulst nonstop ausgesendet. Mit einem Schnurlos-Telefon nach diesem Standard holt man sich praktisch eine kleine, ständig sendende Mobilfunk-Sendeanlage ins Haus! Dadurch wird die eigene Wohnung und die Nachbarschaft nicht selten intensiver mit hausgemachten, niederfrequent gepulsten Mikrowellen bestrahlt, als durch fremde Außeneinflüsse wie etwa von einer Mobilfunk-Sendeanlage.
Schutzmaßnahmen
Computer und Monitor
Drucker, Scanner und Monitor, besonders aber der Prozessor und verschiedene Erweiterungskarten geben hohe Mengen an niederfrequenten Strahlungen ab. Der Computer selbst hat eine eher geringe Strahlung. Alle Strahlungen werden verstärkt, wenn das Gerät auf einem Metallwagen oder regal steht. Ein weiteres Problem ist, dass die Elektroleitungen meist unter und am Schreibtisch installiert werden, also in der Nähe des Genitalbereiches. Diese Zuleitungen sollten unbedingt aus abgeschirmten Materialien bestehen. Ein üblicher Monitor erzeugt elektromagnetische Felder von hoher Intensität, lädt sich elektrostatisch auf und erzeugt Strahlen im Hochfrequenzbereich. Zwar sind die Geräte heutzutage besser abgeschirmt, als Fernseher. Dieser Vorteil hebt sich aber durch die Tatsache wieder auf, dass man am Monitor viel näher daran sitzt, als am Fernseher. Die Strahlung des Monitors nach hinten ist noch wesentlich stärker, als die nach vorn zum Benutzer hin. Bei einem hinter dem Monitor oder seitlich davon liegenden Arbeitsplatz oder z.B. einem Schlafplatz hinter dem Monitor (z.B. in einem angrenzenden Zimmer) besteht eine erhebliche Strahlenbelastung. In den modernen Büros sitzen sich oft zwei Personen gegenüber, so bekommt der eine die Strahlungen des Monitors des anderen Arbeitsplatzes ab.
Bildschirme spielen bezüglich potentieller gesundheitlicher Gefahren eine Rolle. Viele Benutzer beklagen immer wieder Augenbrennen und Kopfschmerz, unscharfes Sehen, rasche Ermüdung und Hautreizungen im Gesicht, verbunden mit Rötung und Juckreiz. Gründe hierfür können sowohl in der schlechten Arbeitsplatzergonomie als auch in der schlechten optischen Qualität der Bildschirme (Flimmern aufgrund zu geringer Wiederholungsfrequenz) zu finden sein. Von besonderem Interesse sind die Auswirkungen elektrischer und magnetischer Felder. Diese Wirkungen sind nicht unmittelbar wahrnehmbar und können zu einer Reihe von Erkrankungen führen, die zunächst nicht in Zusammenhang mit der Bildschirmarbeit gebracht werden.
Während Röntgenstrahlen so gut wie keine Rolle mehr spielen, verursacht die im Bildschirm anliegende Hochspannung ein elektrostatisches Feld, das unmittelbar dazu führt, dass Staubpartikel je nach Ladung vom Bildschirm angezogen (Staub auf dem Bildschirm) oder abgestoßen (diese Staubpartikel verursachen z.B. Hautreizungen oder Augenbrennen) werden. Noch kann heute niemand mit Bestimmtheit sagen, welche gesundheitlichen Schäden bei Menschen entstehen können, die jahrelang den verschiedenen Bildschirm-Strahlungen ausgesetzt sind.
Bei LCD- und Plasma-Bildschirmen, wie sie bei Laptops und Notebooks verwendet werden, treten Röntgen-, Magnet- und elektrostatische Felder überhaupt nicht auf, lediglich elektrische Wechselfelder.
Von Fernsehgeräten gehen ähnliche Felder aus wie von Computer-Bildschirmen. Da die Felder aber mit dem Abstand zum Quadrat abnehmen, ist die Belastung im üblichen Mindestabstand von 2 Metern geringer als bei strahlungsarmen Computerbildschirmen.
Drucker und Faxgeräte
Diese Geräte sondern nicht nur ständig Lösemittel ab, sondern sie produzieren durch ihre Netzteile sehr starke Magnetfelder.
Schutzmaßnahmen:
Büromöbel und Beleuchtung
Metallschreibtische
Bei Metallschreibtischen findet man elektromagnetische Felder auf der gesamten Oberfläche.
Auch Schreibtische mit Metallbeinen leiten die Strahlungen weiter.
Schutzmaßnahmen:
Schreibtische aus reinem Holz verwenden. Auch im Büro sollten Geräte mit 2-adrigen Elektrokabel so weit wie möglich vermieden werden. Durch Erdung des Tisch-Gestelles (mit 2 Leimklemmen und einer möglichst dicken Leitung leitend zw. Tischgestell und Heizung) lässt sich die Körperspannung stark reduzieren.
Hintergrund dazu: Gerade im Büro findet eine starke Ankopplung an die vorhandenen Wechselfeder statt, indirekt geschieht dies durch die Ankoppelung von metallischen Tischgestellen und/oder quasi-leitenden (weil beschichteten) Tischplatten.
Bürostühle mit Metallfüßen
Bürostühle aus Metall oder mit Metallfüßen leiten elektromagnetische Strahlung weiter bzw. verstärken diese.
Schutzmaßnahmen: Bürostühle aus Holz mit nur kleinen Metallanteilen (Schrauben etc.) benutzen.
Deckenbeleuchtung
Die Magnetfelder von Leuchtstoffröhren sind wesentlich größer (20-25fach), als die üblicher Glühbirnen, dasselbe gilt für Energiesparlampen.
Schutzmaßnahmen: Konventionelle Lampen mit Glühbirnen verwenden (matte Glühbirnen erzeugen wiederum weniger Elektrosmog als klare oder gelackte Glühbirnen).
Und was Sie noch wissen und tun sollten...
Abschalten:
nicht benötigte elektrische Geräte nach Gebrauch abschalten, oder nur wirklich anschalten, wenn Sie gebraucht werden. Dies gilt ganz besonders für die Beleuchtung.
Stecker ziehen:
Es gibt noch immer viele Geräte, die man zwar abschalten kann, die aber trotzdem mit einem Teil ihrer Schaltung (Trafo) unter Strom bleiben, (stand-by) z.B.. Fernseher, Radio (Kontrollämpchen). Ziehen Sie den Netzstecker bei Nichtgebrauch aus.
Auswechseln:
Es gibt noch viele Geräte, die eine unakzeptabel hohe Strahlenwirkung haben. Erkundigen Sie sich beim Kauf nach der elektromagnetischen Emission eines elektrischen bzw. elektronischen Geräts. Kaufen Sie nur ein strahlungsarmes Gerät.
Wenn potentielle Kunden die Hersteller fragen, in welchem Maße ihre Produkte Elektrosmog verursachen, werden diese nach und nach bemüht sein, elektrosmogarme Produkte zu entwickeln. Und die Hersteller bzw. Anbieter werden dann auch über die jeweiligen Meßergebnisse mit Gutachten neutraler Institute informieren können.
Abstand:
ist besonders wichtig bei magnetischen Feldern (Sicherungskasten der elektrischen Hausinstallation, alle Netzgeräte mit eingebauten Transformern. Bei hochfrequenten elektromagnetischen Feldern, z.B. von schlecht abgeschirmten elektronischen Geräten nützen innerhalb des Wohnraums die Abstandsregeln 1... 2... 3 Meter Abstand leider wenig oder nichts.
