60. Das Handy

Gesundheitsrisiko Handy

Zur Person: Gerti Z.; 36 Jahre alt; Geschäftsfrau.

Zur Wohnsituation: Gerti Z. wohnt seit 8 Jahren in einer schönen Villa in einem Dorf in Oberbayern.

Zur Krankheitsgeschichte: Seit 1 Jahr leidet Frau Z. unter erheblichen Konzentrationsschwierigkeiten, starken nervösen Beschwerden, Schwindelgefühlen und Kopfschmerzen. Seit 2 Monaten ist Frau Z. nicht mehr in der Lage, im eigenen Betrieb mitzuarbeiten; sie stottert und leidet zunehmend unter Depressionen. Die bisher durchgeführten sehr gründlichen ärztlichen Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf mögliche Ursachen; ein konkreter Verdacht auf Gehirntumor hat sich nicht bestätigt.

Zur Untersuchung der Wohnung auf elektromagnetische Strahlenbelastung: keine Hinweise auf elektromagnetische Felder in einer Größenordnung, die erfahrungsgemäss mit den hier vorliegenden gesundheitlichen Beschwerden in Zusammenhang gebracht werden können. Bei der Routinefrage, ob ein Handy bzw. schnurloses Telefon benutzt wird, gibt es einen Ansatzpunkt auf eine mögliche Ursache: seit anderthalb Jahren besitzt Frau Z. ein Handy, weil ihre Mutter damals ins Altersheim gezogen ist und sie seither mit ihr täglich mehrmals länger telefoniert; nicht selten dauern diese Gespräche eine halbe Stunde und länger. Auf die Frage, ob sie beim Telefonieren gelegentlich Schmerzen im Ohrbereich oder eine Erwärmung gespürt hat, antwortet Frau Z.: "Ja, ich habe dann den Hörer an das andere Ohr gehalten."

 

Empfohlene Maßnahmen

Ein Vierteljahr lang nur noch das normale Telefon benutzen; danach das Handy nur gelegentlich und auch nur für sehr kurze Gespräche verwenden.

 

Was erreicht wurde

Bereits nach 14 Tagen bemerkte Frau Z. eine deutliche Verbesserung ihrer Gesamtsituation; auch die Depressionen verschwanden nach und nach. Bereits nach sechs Wochen konnte Frau Z. wieder nahezu voll mitarbeiten. Ihr Handy benutzt sie seither überhaupt nicht mehr.

 

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