59. Wenn Nerven nerven

"Nur" die Nerven

"Ich wende mich mit der Bitte an Sie, mir zu helfen, da Sie meine letzte Hoffnung sind. Ich erlitt im Oktober 1988 am linken Arm eine Stromschlag am Kondensator eines Fernsehgerätes (Gleichstrom). Das EKG ergab keine Auffälligkeiten, aber seit dieser Zeit bekam ich unklare Beschwerden wie starken Druckschmerz in beiden Kopfhälften; verbunden mit zeitweiligem Schwindelgefühl, Krampfschmerzen im linken Arm und Bein, sodass ich zeitweise garnicht mehr laufen konnte; sowie plötzlich auftretende Pulsbeschleunigung mit Blutdruckerhöhung und Verkrampfung in der linken Gesichtshälfte.

Da begann für mich eine Odysee durch viele Arztpraxen, wo die Ärzte alles mögliche diagnostizierten, behandelten und sich zum Schluss herausstellte, dass ich organisch gesund sei und mir das nur einbilde, es könnten "nur" die Nerven sein. Es trat dann zeitweise Besserung ein, aber immer wenn ich mit Elektrogeräten in Verbindung kam, fingen die gleichen Beschwerden von vorn an.

Ich hatte mich etwas erholt, bis ich vorige Woche zum Zahnarzt ging, der zwei Röntgenaufnahmen vom Zahn machte; 1 Aufnahme = 0,7 KV lt. Röntgenpass. Seit dieser Zeit geht das Ganze von vorn los und kein Arzt glaubt mir das. Sie sagen, Röntgenstrahlen machen nicht solche Beschwerden. Die Strombelastung glaubt keiner; das sei harmlos.

Meine Lebensqualität ist fast am Boden und das Vertrauen zu den Ärzten auch. Bitte, wenn Sie mir raten können, helfen Sie mir.

Gibt es die Möglichkeit, dass mir geholfen werden kann? Können Sie mir einen Arzt (Spezialisten) nennen, der sich mit solchen Erscheinungen beschäftigt und können Sie mir sagen, ob ein Zusammenhang zwischen dem Stromschlag und meinen immer wiederkehrenden Beschwerden bestehen kann?"

Es gibt bisher nur wenige Ärzte bzw. Heilpraktiker, die sich mit den gesundheitlichen Problemen elektrosensibler Menschen beschäftigt haben und dabei Erfolg haben. Wie die Erfahrungen zeigen, sind ärztliche Bemühungen in hohem Masse davon abhängig, inwieweit es gelingt, dem Patienten elektromagnetische Strahlenbelastungen zu ersparen. Und zwar nicht nur im Arbeitsbereich oder zuhause, sondern "rund um die Uhr".

 

Empfohlene Maßnahmen

Erforderlich ist generell eine gründliche Analyse der elektromagnetischen Gesamtbelastung der betreffenden Person und Ausschöpfung aller Möglichkeiten, diese Einflüsse zu verringern. Zusätzlich hat es sich bewährt, wenn elektrosensible Menschen selbst mithilfe kleiner, handlicher Messgeräte darauf achten, dass sie sich nicht unnötig irgendwo stärkeren elektromagnetischen Feldern oder Strahlen aussetzen. Für diesen Zweck gibt es ausreichend genaue kleine Messgeräte für die verschiedenen Arten und Frequenzbereiche elektromagnetischer Strahlung, die zwischen 100.-- und 250.-- EUR kosten. Geeignete Geräte werden ständig von der Int. Gesellschaft für Elektrosmog-Forschung (IGEF) getestet. Nähere, aktuelle Informationen hierzu erhält man bei der Int. Gesellschaft für Elektrosmog-Forschung (IGEF), Postfach 1223, D-83013 Rosenheim nach Einsendung eines mit einfachem Briefporto frankierten Rückantwortbriefes.

 

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