Hoher Blutdruck kann unscheinbare Ursachen haben
Der 52-jährige Computerspezialist Adolf G. aus Passau litt unter starken Schlafstörungen, wachte morgens immer mit Kopfschmerzen auf, hatte Bluthochdruck mit den üblichen Folgebeschwerden und außerdem schmerzhafte Verspannungen im Nackenmuskelbereich. Seit drei Jahren war er in ärztlicher Behandlung mit mehrfachem Krankenhaus-Aufenthalt.
Jeden Morgen stieg der Blutdruck auf kritische Werte. Während der Fahrt ins Büro war Adolf. G. in verkehrsbedingten Stresssituationen oft nahezu fahrunfähig.
Monatelang registrierte er regelmässig morgens, mittags und abends seine Blutdruckwerte und gab sie in seinen Computer ein, um Zusammenhänge mit irgendwelchen Ereignissen oder Umständen zu finden. Bald stellte er fest, dass der Blutdruck eigentlich immer nur morgens hoch war, mittags normalisierte er sich fast und abends war der Blutdruck sogar relativ gut. Es wurde ihm klar, dass die Ursache wahrscheinlich nicht am Arbeitsplatz zu suchen ist, sondern zuhause.
Ihm fiel ein, dass seine Frau, die wegen seines Schnarchens schon vor drei Jahren aus dem gemeinsamen Schlafzimmer ausgezogen war, auch Probleme mit dem Blutdruck hatte, die dann aber anscheinend von alleine verschwunden waren. Nach und nach konzentrierte sich sein Verdacht hinsichtlich möglicher Ursachen seiner gesundheitlichen Beschwerden auf das Schlafzimmer.
Bei der Schlafplatzuntersuchung wurde eine Körperspannung von 5,40 Volt bei dem auf dem Bett liegenden Computerspezialisten gemessen. außerdem verursachte der Radiowecker auf seinem Nachttisch im Kopfbereich eine magnetische Flussdichte von 280 Nano-Tesla.
Empfohlene Maßnahmen
Durch das Ausschalten der Schlafzimmersicherung verringerte sich die Körperspannung nur auf 3,80 Volt, weil in der Wand am Kopfende des Bettes auch die Stromleitungen der Nachbarwohnung verlegt waren. Da diese natürlich nicht von Adolf G. abgeschaltet werden konnten, musste die Wand am Kopfende seines Bettes mit einer elektrisch leitfähigen Abschirmfarbe gestrichen werden. Dadurch konnte die Körperspannung während der Nacht noch weiter, nämlich bis auf 0,12 Volt verringert werden. Aufgrund des erforderlichen Einbaus eines Netzfreischalters zur automatischen Ein- und Abschaltung des Stromkreises für das Schlafzimmer musste der Radiowecker durch einen batteriebetriebenen Wecker ersetzt werden, ein Netzfreischalter funktioniert nämlich nicht in Stromkreisen mit Dauerverbrauchern. Batteriebetriebene Wecker auf dem Nachttisch sind eine gute Alternative zu den feldstarken netzbetriebenen Weckern. Trotzdem, bei Weckern mit einem elektronisch gesteuerten Sekundenzeiger, der im Sekundentakt mitläuft, sollte ein Mindestabstand von 50 cm zum Kopf eingehalten werden; sonst sind die magnetischen Impulse oft noch so stark, dass Schlafstörungen auftreten. Bei digital anzeigenden Weckern und Armbanduhren genügt ein Abstand von ca. 30 cm, weil die nach bisherigen Erfahrungen und Messungen keine Magnetfelder erzeugen.
Was erreicht wurde
Innerhalb einer Woche verbesserte sich der Gesundheitszustand und der Bluthochdruck normalisierte sich in wenigen Wochen. Die Schwierigkeiten mit dem Durchschlafen und die morgendlichen Kopfschmerzen hatten bereits nach zwei Tagen nachgelassen. Ein weiterer besonders angenehmer Nebeneffekt ist, dass Adolf G. nur noch selten und dann auch viel leiser schnarcht; seine Frau schläft inzwischen wieder im gemeinsamen Schlafzimmer. Auch die Nackenmuskel-Verspannungen treten nur noch selten auf.