Haarausfall durch Leuchtstoffröhren
Ein Extrembeispiel aus der Entwicklungszeit der Leuchtstoffröhren zeigt die folgende Beobachtung: Ein Tiefdrucker arbeitete 13 Jahre (1957-1970) an einem Neon-Leuchttisch in einem fensterlosen Raum. In dieser Zeit verlor er ohne weitere erkennbare Ursache Kopf- und Körperhaare einschließlich der Augenbrauen.
Nach weiterer zweijähriger Tätigkeit an einem lichttechnisch verbesserten Arbeitstisch ohne Leuchtstoffröhren in einem teilweise von Tageslicht erhellten Raum erfolgte zunehmend Wiederbehaarung.
Die Ursachen für solche zum Teil schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden sind im wesentlichen folgende:
- zum einen enthalten die gebräuchlichsten Leuchtstofflampen die biologisch wichtigen Farblichtanteile des Tageslichtes nur in sehr beschränktem Ausmaß;
- zum anderen entfalten sie einen sogenannten stroboskopischen Flimmereffekt von 100 Hertz, das heisst, dass sich die Leuchtstofflampe hundertmal pro Sekunde ein- und ausschaltet. Dieses Flimmern kann bei längerer Einwirkung, wenn die Leuchtstoffröhre außerdem noch in unmittelbarer Kopfnähe angebracht ist, auch zu erheblichen unbewussten, vegetativen Reizerscheinungen führen: zu Müdigkeit, Reizbarkeit, Nervosität, Augenbrennen usw. Bei alten, defekten Röhren kann es außerdem zu Entladungsstörungen kommen, die als unregelmässiges Flimmern mit niederer, gut wahrnehmbarer Frequenz sichtbar werden.
- eine nicht unwesentliche Rolle dürfte aber auch das stark verzerrte elektromagnetische Mischstörfeld spielen, das von vielen Leuchtstofflampen ausgeht.
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