Hohes Herzinfarktrisiko durch Mikrowellen
Zur Person: Heinz O.; 60 Jahre alt; verheiratet; drei erwachsene Kinder; Frührentner; Amateurfunker.
Zur Wohnsituation: Heinz O. wohnt seit 38 Jahren in einer Doppelhaushälfte in einer rheinischen Kleinstadt. Hat nach seiner Pensionierung vor 5 Jahren die Funkanlage ins Dachgeschoss verlegt und stark erweitert.
Zur Krankheitsgeschichte: Seit vier Jahren zunehmende Herzrhythmusstörungen; in den letzten zwei Jahren zwei Herzinfarkte; hoher Blutdruck. Da Herr O. ein relativ ruhiges Leben führt, war dem langjährigen Hausarzt unklar, vorher die seit der Pensionierung zugenommenen Beschwerden kommen. Er empfahl eine Untersuchung des Hauses hinsichtlich Schadstoffbelastung der Raumluft und elektromagnetischer Einflüsse.
Zur Untersuchung der Wohnung auf elektromagnetische Strahlenbelastung: Das Haus war nur unterdurchschnittlichen Aussenbelastungen ausgesetzt und auch von der Elektroinstallation gingen keine elektromagnetische Felder aus, die erfahrungsgemäss problematisch sind. Auch die Raumluftuntersuchung hatte keine Anhaltspunkte für die gesundheitlichen Beschwerden von Herrn O. ergeben. Ganz im Gegensatz dazu die Messergebnisse der elektromagnetischen Strahlung im Dachgeschoss, dort wo Herr O. seit seiner Pensionierung die meiste Zeit an seiner großen und leistungsstarken Amateurfunkanlage verbrachte. Elektrische Felder, magnetische Felder und Mikrowellen - alle Werte im extrem hohen Bereich.
dass Mikrowellen häufig Schuld an Herzfunktionsstörungen und Herzinfarkten sind, ist eigentlich schon vor über 20 Jahren eindeutig bewiesen worden. Damals hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit einem aufwendigen Forschungsprogramm weltweit untersucht, wo die meisten Herzinfarkte vorkommen. Das Ergebnis überraschte alle: das höchste Herzinfarktrate pro 1000 Menschen hatten Bauern in Finnland, die an der Grenze zu Russland wohnten. Das einzige auffällige an dieser Gegend waren die überdimensionalen Sende- und Radaranlagen auf der russischen Seite, die über die Grenze gerichtet waren und deren Randstrahlen die Bauern ausgesetzt waren.
dass dieser offensichtliche Zusammenhang bisher im Verhältnis zu anderen möglichen Herzinfarktursachen zu wenig weiter untersucht wurde, hat naheliegende Gründe. Die Erfolglosigkeit der Herzinfarktforschung und die ständige Zunahme der Herzinfarkte trotz verbesserter Behandlungskonzepte sollte eigentlich nachdenklich machen und dazu führen, die vorhandenen Forschungsergebnisse über einen Zusammenhang zwischen Hochfrequenz-Strahlenbelastung und Herzinfarktrisiko ernst zunehmen.
Empfohlene Maßnahmen
Sofortiger, zumindest vorläufiger Verzicht aufs Funken. Wenn der Bluthochdruck zurückgeht und die Herzfunktionsstörungen nachlassen, kann evtl. versucht werden, mit einer leistungsschwächeren Funkanlage nach Durchführung von Abschirm- und Schutz-Maßnahmen täglich für kurze Zeit dem Hobby nachzugehen.
Was erreicht wurde
Herr O. verzichtete tatsächlich völlig aufs Funken und stellte innerhalb kurzer Zeit fest, dass seine Herzbeschwerden nachliessen. Auch die Blutdruckwerte normalisierten sich fast. Er kaufte sich dann eine kleine Funkanlage, mit der er nur zuhört, sodass er keiner von ihm selbst verursachten Hochfrequenzstrahlung ausgesetzt ist.