39. Grundlos Krank

Krank ohne organische Ursache

Es ist immer wieder dasselbe Schicksal: Offensichtlich kranke Menschen suchen einen Arzt nach dem anderen auf, in der Hoffnung, dass eine organische Ursache für ihre gesundheitlichen Beschwerden gefunden werden kann. Ein Beispiel für viele: Die 32-jährige Schauspielerin fühlte sich wie 75. Sie war ständig krank ohne dass ein Arzt oder Heilpraktiker dafür eine klare Ursache finden konnte. Am häufigsten war die Diagnose: Vegetative Dystonie, das Immunsystem war total überfordert. Es wurden alle möglichen Therapien probiert: Beruhigungsmittel, Herz-, Kreislauf- und Schmerzpräparate. Betablocker, nervenstärkende Mittel, Bachblüten, Tees, Sauerstoff, autogenes Training, Homöopathie, Darmsanierung, Bioresonanz-Therapie.

Wenn überhaupt, so gab es nur kurzfristige kleine Erfolge. Die Magenschleimhaut war dauernd entzündet, rheumatische Schmerzen in den Gelenken, Extrasystolen des Herzens, verstopfte Stirnhöhle. Wochenlang Durchfall, Kreislaufstörungen, unerklärliche Schwächezustände, Bluthochdruck, Depressionen, Stoffwechselstörungen. Übelkeit, kalter Schweiss, Konzentrationsschwäche.

Die Kinder, sie waren seit dem Umzug vor drei Jahren auch nicht mehr so gesund wie früher, litten ebenso wie der Mann unter der ständig kränkelnden Mutter und Ehefrau. Früher im alten Haus war das alles ganz anders. Ein Heilpraktiker, dem die Schauspielerin ihre Krankheitsgeschichte ausführlich erklärte, empfahl, das 80 Jahre alte Haus baubiologisch untersuchen zu lassen. Die Elektroinstallation war zum großen Teil über 30 Jahre alt. Schlecht isolierte brüchige Kabel, zum Teil noch in alten Bleirohren ohne Erdung. Zwangsläufig starke elektrische Felder im ganzen Haus. Besonders hohe Messwerte der Körperspannung an den Schlafplätzen: über 8 Volt Körperspannung bei der Schauspielerin, 3 - 5 Volt bei den Kindern und dem Ehemann.

 

Empfohlene Maßnahmen

In diesem Fall war eine neue Elektroinstallation im ganzen Haus erforderlich. Sie wurde nach neuesten baubiologischen Erkenntnissen durchgeführt. Dabei wurde auf eine gute Erdung des Haus mit möglichst geringen Potentialdifferenzen und keinen vagabundierenden Strömen im Netz und auf Heizungs- und Wasserleitungs-Rohren geachtet. Damit möglichst wenig Außeneinflüsse aus dem Stromnetz das Haus belasten, wurde statt das üblichen TN-Netzes in Abstimmung mit dem Elektrizitätswerk ein TT-Netz installiert.

Beim TT-Netz ist der Nulleiter der Elektroinstallation nicht mit der Hauserde und dem Potentialausgleich verbunden. Fundament-erder nebst Hauptpotentialausgleich und daran angeschlossener sanitärer Installation haben also keinen Kontakt mit der Elektroinstallation. Beim üblicheren TN-Netz besteht zwischen dem Nulleiter der Elektroinstallation und der Erde eine Brücke. Das Vermeiden dieser Brücke beim TT-Netz reduziert Ausgleichströme und bewirkt, dass Belastungen vom öffentlichen Netz nicht so leicht ins Haus eingeschleppt werden können. Das TT-Netz ist die baubiologisch günstigere Alternative.

 

Was erreicht wurde

Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten. Die unerklärlichen gesundheitlichen Beschwerden der Schauspielerin und der Familienangehörigen verschwanden nach und nach ohne weiteres ärztliches Zutun.

 

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39. Grundlos Krank