38. Elektrosmog im Computer

Elektrosmog verursacht auch in Computern Elektrostress

Ein Frankfurter Facharzt für Herzfunktionsstörungen verlegte seine Praxis in einen Neubau in etwa 500 Meter Entfernung zum Hauptbahnhof. Seither funktionierten seine Messgeräte und Computer sehr oft nicht mehr. Die EKG-Messungen bei langjährigen Patienten lieferten ganz andere Werte als vorher in der alten Praxis am Stadtrand. Oft "stürzten" die Computer ab; Messungen und Untersuchungen mussten wiederholt werden. Die Messgeräte und Computer wurden mehrfach vom Kundendienst abgeholt und in der Werkstatt überprüft. Da regelmässig kein Fehler gefunden werden konnte, wurden sie in der Arztpraxis wieder aufgebaut, von den Kundendienst-Technikern wieder überprüft und - sie funktionierten wieder nicht.

Es musste also ein ortsbedingter Störeinfluss in der neuen Praxis vorhanden sein, der weder in der Kundendienst-Werkstatt noch in den alten Praxisräumen existierte. Die Kundendienst-Techniker bestätigten dem Arzt, dass es solche Fälle gelegentlich gibt. Die Ursache dafür seien in der Regel starke elektromagnetische Felder in der Nähe der Messgeräte und Computer, die auch von aussen kommen können.

Parallel zu diesen Störungen der medizintechnischen Einrichtungen in seiner Praxis hatte der Herzspezialist Beobachtungen auch in anderer Hinsicht gemacht, deren Ursache er bisher genausowenig klären konnte. Die messtechnische Aufzeichnung der Herzfunktionen bei einem großen Teil seiner Dauerpatienten zeigte eine kritische Verschlechterung gegenüber früheren Aufzeichungen in der alten Praxis.

Das konnte aber nicht nur an den Geräten liegen. Und noch etwas: er selbst klagte zunehmend über Herzrhythmus-Beschwerden! Langsam dämmerte ihm, dass die Störungen bei den Messgeräten und Computern die gleiche Ursache haben könnten wie die schlechteren EKG-Werte bei seinen Patienten und die Herzrhythmusstörungen bei ihm selbst. Über das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) erhielt der Arzt Kontakt zu einem Elektrobiologen, der eine Untersuchung der Praxis durchführte. Das Ergebnis: Das gesamte Haus wurde von magnetischen Wechselfeldern in der 16 2/3 Hz-Frequenz, also der Bahnstrom-Frequenz durchdrungen. Die magnetische Flussdichte erreichte in der Arzt-Praxis Spitzenwerte von über 2400 Nano-Tesla, wenn im Hauptbahnhof ein Zug anfuhr.

Beim Anfahren benötigt eine Lokomotive sehr viel Strom, und da die Intensität der magnetischen Flussdichte vom Stromverbrauch abhängig ist, schwankt sie besonders in der Nähe von Bahnhöfen und Bahngleisen sehr stark. In der Arztpraxis traten mehrere Hundert Mal täglich schlagartig extreme Spitzenwerte für kurze Zeit auf, die offenbar in den Herzrhythmus einkoppelten.

Nachdem der Herzspezialist eine Weile die extremen Ausschläge der Langzeit-, Mess- und Aufzeichungsgeräte für die magnetische Flussdichte beobachtet hatte, war ihm vieles klar geworden. Auch, dass die Herzprobleme bei seinen Patienten häufig durch elektromagnetische Felder entstanden sein könnten und das es wichtig wäre, wenn sie ihren Wohnbereich daraufhin untersuchen lassen würden.

 

Empfohlene Maßnahmen

Da eine Verringerung der elektromagnetischen Strahlenbelastung der Arztpraxis auf eine für empfindliche Menschen und Geräte erforderliche Grössenordnung technisch und finanziell zu aufwendig gewesen wäre, wurde die Arztpraxis wieder in die alten Räume verlegt.

 

Was erreicht wurde

Dort funktionierten die Messgeräte, Computer und Herzen der Patienten wieder wie früher. Auch die Herzrhythmusstörungen des Facharztes waren verschwunden. Seither fragt er neue Patienten generell, wie weit sie von Bahnhöfen, Bahngleisen, Hochspannungsleitungen, Trafostationen und anderen starken elektrotechnischen Anlagen entfernt wohnen. Häufig empfiehlt er seinen Patienten, entsprechende Messungen durchführen zu lassen.

 

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