31. Leistungsstarke Rundfunksender

Schlafstörungen und Autounfälle durch leistungsstarken Rundfunksender?

"Vor ungefähr zwei Jahren bin ich aus beruflichen Gründen nach Holzkirchen gezogen. Seitdem hat sich bei mir immer mehr der Verdacht bestärkt, dass es sich dabei um ein vom Elektrosmog besonders betroffenes Gebiet handelt. Auslöser könnte vor allem eine riesige Sendeanlage sein, die am Ortsrand von Holzkirchen steht. Ich möchte Ihnen in aller Kürze einige Probleme schildern, die ich hier in Holzkirchen habe und die möglicherweise durch Elektrosmog hervorgerufen sein könnten.

In erster Linie leide ich unter extremen (Durch-)Schlafstörungen. Anfangs bin ich nicht auf die Idee gekommen, dass es einen Zusammenhang zwischen diesem Problem und meinem neuen Wohnort geben könnte. Denn zum einen habe ich schon immer Schlafstörungen gehabt (allerdings noch nie so schlimme wie seit meiner Zeit in Holzkirchen), und zum anderen könnte auch beruflicher Stress ein Grund für die Probleme sein. Inzwischen habe ich aber auch von anderen Bewohnern Holzkirchens gehört, dass sie nachts teilweise stundenlang wach liegen und morgens extrem früh aufwachen. (Das sind genau die Symptome, unter denen ich auch leide.) Einige dieser Personen haben mir erzählt, dass diese Schlafstörungen an anderen Orten nicht auftreten. Ein Freund von mir, der des öfteren in München übernachtet, behauptet beispielsweise, dass er dort nie die Schlafprobleme hat, unter denen er in Holzkirchen leidet.

Seit einigen Monaten gibt es zudem eine Erscheinung, die für mich zunächst verblüffend war: Beim Telefonieren höre ich im Hintergrund einen Radiosender, der fast immer Wortbeiträge (Nachrichten?) in irgendeiner osteuropäischen Sprache sendet. Nachdem ich mir zunächst nicht erklären konnte, warum ausgerechnet ein osteuropäischer Sender empfangen wird, ist mir inzwischen klar geworden, dass es sich dabei um den schon oben genannten Sender handeln muss, der sein Programm offensichtlich in osteuropäischer Sprache ausstrahlt, weil die dortigen Menschen seine Zielgruppe sind.

Während ich diesen Sender beim Telefonieren deutlich hören kann, hört mein Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung den Sender nicht. Für mich ist es nicht einmal nötig, mit jemanden zu telefonieren; es genügt schon, den Hörer von der Gabel zu nehmen, dann ist der Sender zu hören. Wenn ein Anrufer Nachrichten auf meinem Anrufbeantworter hinterlässt, ist der Radiosender ebenfalls deutlich zu hören; und man kann an solchen Aufzeichnungen auch erkennen, dass der Sender immer noch zu hören ist, wenn der Anrufer bereits aufgelegt hat, der Anrufbeantworter aber noch einige Sekunden weiterläuft, bevor er sich ausschaltet. Ich habe diese Aufzeichnungen sowohl dem technischen Kundendienst der TELEKOM als auch dem Händler, bei dem ich mein Telefon gekauft habe, vorgespielt. Daraufhin wurde mir vom technischen Kundendienst der TELEKOM mitgeteilt, mein Gerät sei nicht (oder nicht mehr) strahlungsentstört. Zur Erläuterung sei hinzugefügt, dass es sich um ein Gerät handelt, das ich zwar bei einem privaten Händler gekauft habe, das aber von der TELEKOM postzugelassen ist. Vielleicht sollte man auch noch erwähnen, dass es sich keineswegs um ein drahtloses Telefon handelt.

Von anderen Bewohnern Holzkirchens ist mir nicht bekannt, dass sie ebenfalls solche Störungen beim Telefonieren haben. Eine Bekannte hat mir jedoch erzählt, dass ihre Kinder beim Spielen mit Walky-Talkies auch den Sender hören, der Programme für Osteuropa ausstrahlt..

Das Haus, in dem ich wohne, liegt ca. 2 km nordwestlich der großen Sendestation, die sich am Ortsausgang von Holzkirchen in Richtung Tegernsee befindet. Mehrere meiner Bekannten haben die Meinung geäussert, dass der Sender aus ersichtlichen Gründen nur nach Osten ausstrahlt und dass deshalb für jemanden, der westlich davon wohnt, keine Beeinträchtigung besteht. Ich weiss nicht, ob das tatsächlich zutrifft. Ein zusätzliches Problem an meiner Wohnlage könnte darin bestehen, dass ich direkt am Holzkirchener Bahnhof wohne. Wenn ich aus dem Fenster meines Appartements schaue, blicke ich direkt auf die Masten des Bahnhofs und eine Trafo-Station.

Es würde mich interessieren, ob Sie irgendwelche Hinweise auf die Elektrosmog-Belastung Holzkirchens durch diese Sendestation haben. Da Ihre Gesellschaft ihren Sitz in Rosenheim hat und somit in der Nähe von Holzkirchen angesiedelt ist, könnte ich mir vorstellen, dass Sie bereits mit diesem Thema konfrontiert worden sind. Vielleicht können Sie mir Auskunft darüber geben, wie Sie die Problematik einschätzen und ob nach Ihren Erfahrungen die von mir geschilderten Probleme tatsächlich im Zusammenhang mit Elektrosmog stehen können."

Wir haben im Großraum Holzkirchen schon in zahl- reichen Fällen untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen ähnlichen Beschwerden bzw. technischen Störungen und dieser Sendestation besteht.

Am häufigsten wird neben den gravierenden Schlafstörungen über folgende gesundheitlichen Beschwerden berichtet, die bei einem zeitweiligen Aufenthalt ausserhalb des Großraums Holzkirchen abklingen bzw. überhaupt nicht auftreten:

Herzrhythmusstörungen, unerklärliche Stress- erscheinungen, Konzentrations-Schwierigkeiten, erhöhter Blutdruck, Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, nervöse Beschwerden, schlechtes Kurzzeit-Gedächtnis, Vitalitätsverlust.

Bemerkenswert sind sicherlich auch die immer wieder auftauchenden aber schwer zu überprüfenden Hinweise auf unerklärliche Verkehrsunfälle im Großraum Holzkirchen. Auch die Verkehrspolizei hat hierzu schon in den siebziger Jahren Untersuchungen angestellt.

Es wird z. B. von Fällen berichtet, in denen Einheimische auf einer von ihnen häufig befahrenen geraden Landstrasse am helllichten Tag in nüchternem Zustand gegen einen Baum gefahren sind. Die einzige Erklärung des Fahrers war, dass er wohl einen plötzlichen Black-out gehabt hat; bei der eingehenden Befragung wurde dann zugegeben, dass das öfter vorkommt. Auch in anderen von uns untersuchten Fällen tauchte immer wieder der vorsichtig geäusserte Hinweis auf, dass man "manchmal das Gefühl hat, nicht mehr ganz klar im Kopf zu sein". In vielen Fällen ziehen die Betroffenen dann aus diesem Gebiet weg; verständlicherweise werden die Gründe, soweit sie überhaupt bekannt sind, einem Nachmieter oder Hauskäufer nicht mitgeteilt.

Untersuchungen und Messungen der elektromagnetischen Strahlenbelastung im Hochfrequenzbereich in zahlreichen Häusern im großraum Holzkirchen haben gezeigt, dass die Belastungen im Einzelfall z. B. auch bei Häusern in ein und derselben Strasse sehr unter- schiedlich sein können. Das hängt z.B. von der Bau- weise, den Baumaterialien, der Dachdeckung, der Raumaufteilung, der Inneneinrichtung, der Elektro- installation, den Nebengebäuden und anderen Faktoren ab.

Neben den gesundheitlichen Beschwerden bei den betroffenen Menschen findet nicht nur eine Einkopplung von Hochfrequenz-Energie und Hochfrequenz-Signalen in die Gehirnfunktionen statt, sondern auch in elektronische Schaltungen von Elektrogeräten. Deshalb hört man immer wieder von Menschen im Großraum Holzkirchen Berichte darüber, dass "hier nicht nur die Menschen spinnen, sondern auch die Geräte". Da machen z.B. Waschmaschinen was sie wollen, ganz egal was für ein Programm eingestellt wurde. Computer stürzen ab oder führen wie von Geisterhand Operationen durch, die nicht eingegeben wurden; beim Einschalten von Kaffee- maschinen kann man russisch gesprochene Nachrichten hören; Strom- und Telefonrechnungen erreichen astronomische Beträge, die völlig unglaubwürdig sind.

Zahlreiche Untersuchungen renommierter Forschungs- institute im In- und Ausland haben bewiesen, dass elektromagnetische Strahlenbelastung im Hochfrequenzbereich auch in einer Leistungsflussdichte, die unter den derzeitigen Richtwerten der DIN VDE 0848 liegen, biologische Wirkungen und Gesundheitsschäden verursachen können:

Das alles und noch viel mehr passiert, obwohl die derzeitigen Richtwerte für Hochfrequenz-Sendeanlagen eingehalten werden; denn die von den Betreibern derartiger Sendeanlagen lediglich einzuhaltenden Richtwerte der DIN VDE 0848 werden von Gremien festgelegt, in denen die grössten Elektrosmog-Verursacher über die Stimmenmehrheit verfügen.

 

Empfohlene Maßnahmen

Die Messungen ergaben, dass die erforderlichen Maßnahmen zur Verringerung der Hochfreuenz-Strahlenbelastung technisch sehr aufwendig und auch teuer wären. Da der Hausbesitzer diese Kosten nicht übernehmen wollte, wurde dem Mieter der Umzug in eine andere Wohnung empfohlen.

Was erreicht wurde Nach dem Umzug waren die Durchschlafstörungen und die Einkopplungen des Senders in die Telefonanlage nicht mehr aufgetreten.

 

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