Sehstörungen nach dem Telefonieren mit dem Handy
"Seit einem halben Jahr muss ich beruflich häufig ein Handy benutzen. Ich telefoniere zwar meist nur kurz, aber manchmal sind auch Gespräche erforderlich, die fünf bis zehn Minuten dauern. Danach stelle ich immer häufiger fest, dass ich schlechter sehe. Ich musste innerhalb des letzten halben Jahres bereits zweimal stärkere Brillen kaufen. Kann der von mir beobachtete Zusammenhang zutreffen?"
Durch die vom Handy ausgesendete Mikrowellen- Strahlung sind vor allem die schlecht durchbluteten Organe gefährdet. Da das Auge über keine gute Durchblutung verfügt, ist es bei der Benutzung drahtloser Telefone durch seine Nähe zur Hochfrequenz-Antenne besonders gefährdet. Mikrowellen-Strahlung hoher Intensität kann im Auge zu irreversiblen Schäden führen und eine Trübung der Linse, grauen Star, eine Schädigung der Hornhaut sowie eine krankhafte Veränderung der Netzhaut verursachen. Entzündungen der Binde- und Hornhaut sowie der Iris können ebenfalls entstehen.
Beim kopfnahen Betrieb leistungsstarker Handies können durchaus solche Strahlenintensitäten auftreten und sich über "hot-spot"-Effekte verstärken, sodass irreversible Augenschäden nicht ausgeschlossen werden können. Darüber hinaus weisen unter anderem Untersuchungen des Lübecker Medizinphysikers Dr. Leberecht von Klitzing darauf hin, dass die gepulste Strahlung von Handies deutliche Veränderungen der Gehirnströme verursacht.
Gehirnstrommessungen mit dem EEG zeigen im Einfluss von D-Netz-Signalen aussergewöhnliche Peaks, die es in dieser Form bisher nicht gab. Dr. Leberecht von Klitzing: "Niederfrequent gepulste Hochfrequenzfelder mit sehr geringen Leistungen wirken auf das menschliche EEG. Es könnte sein, dass das interzelluläre Kommunikationssystem gestört wird. Die physikalische Erklärung ist zur Zeit noch schwierig.
Trotzdem, es treten zweifellos biologische Effekte auf.
" Die EEG-Effekte wurden im Labor mit Feldstärken ausgelöst, die schwächer als ein Hunderstel der Feldstärke sind, die ein Handy in direkter Kopfnähe verursacht. In den USA versuchen Wissenschaftler im Auftrag von Mobiltelefon-Herstellern die Schadenersatzklagen von Handybenutzern abzuwehren, die an Gehirntumor erkrankt sind. Auch die leistungsschwächeren, digitalen schnurlosen Telefone, die mit einer Basisstation im Haus Kontakt halten, sind keineswegs unbedenklich. Sie verursachen auch Hochfrequenz-Feldstärken im Kopfbereich, die viel intensiver sind, als die bei den Versuchen von Dr. von Klitzing eingesetzten Feldstärken. außerdem sendet die Basisstation ständig elektromagnetische Signale aus, rund um die Uhr, auch wenn gar nicht telefoniert wird. Diese elektromagnetischen Signale sind im ganzen Haus und auch in Nachbarhäusern messbar. Sie sollten auf keinen Fall als Ersatz der Schnurtelefone installiert werden, sondern nur ausnahmsweise und auch nur für kurze Gespräche benutzt werden. Mehr über die gesundheitlichen Risiken von Handies und schnurlosen Telefonen ist in dem Buch >Elektrosmog - Elektrostress< von Wulf-Dietrich Rose, erschienen beim Verlag Kiepenheuer & Witsch (KIWI 341) ab Seite 176 zu lesen.
Empfohlene Maßnahmen
Handys und schnurlose Telefone sollten am besten gar nicht, aber wenn, dann nur für kurze Gespräche verwendet werden. Sie sollten auf keinen Fall als Ersatz der Schnurtelefone installiert werden.
Was erreicht wurde
Die Sehbeschwerden nach dem Telefonieren mit dem Handy sind so selten geworden wie die Handy-Benutzung.
Alternativen
Wenn irgend möglich nur mit Schnur-Telefonen telefonieren. Beim unvermeidbaren Telefonieren mit einem Handy oder schnurlosen Telefon die Antenne so weit wie möglich vom Kopf weghalten.