Ein typischer Fall von Elektrosensibilität
"Vor ca. 4 Jahren wurden in meiner Dienststelle Computer eingeführt. Ich hatte zunehmend Probleme mit der elektrostatischen Aufladung. Hauptsächlich während der Heizperiode war das Problem kaum in den Griff zu bekommen. Eine Scheibe vor dem Bildschirm mit zusätzlicher Erdung brachte längerfristig keine entscheidende Besserung. Mit der Zeit spürte ich den Stromfluss körperlich. Ich hatte das Gefühl, einen Körper zu haben, durch den der Strom hindurch fliesst. Inzwischen wurden die Computer gegen ein strahlungsärmeres Modell ausgetauscht. Ich kann bestätigen, dass diese Modelle etwa um die Hälfte schwächer sind.
Etwa seit April diesen Jahres hat sich meine Sensibilität offensichtlich noch erhöht, ich kann hauptsächlich unter Leuchtschrift und Halogenlampen deren Abstrahlung spüren, an Bahnhöfen, wenn offensichtlich Strom durch die Oberleitungen geschickt wird.
Zu Hause spüre ich die Abstrahlung des Radioweckers. Es ist, als ob eine verdichtete Masse auf meinen Kopf drückt, etwas pulsierend; und zeitweise ein Kribbeln im Bereich des Gesichtes, sowie Druck auf den Ohren. Da ich bisher niemanden getroffen habe, der ähnliches spürt, bin ich so langsam am Verzweifeln. Allzuviel darüber reden kann ich auch nicht, denn ich muss damit rechnen dass man mich für verrückt hält."
Nachträgliche Messungen der elektromagnetischen Strahlenbelastung in der Dienststelle erhärteten den Verdacht, dass die Übersensibilisierung der Sachbearbeiterin durch starke magnetische Wechselfelder verursacht worden ist.
Empfohlene Maßnahmen
In solchen Fällen muss man sich vor jeder vermeidbaren elektromagnetischen Strahlenbelastung solange schützen, bis man nicht mehr mit Schmerzen oder gesundheitlichen Störungen darauf reagiert; was evtl. mehrere Jahre dauern kann. Das betrifft natürlich auch den Schlaf- und Wohnbereich. Dieser Regenerationsprozess kann erfahrungsgemäss z.B. durch häufigen Aufenthalt in der freien Natur oder noch besser in einem Thermalbad beschleunigt werden. Ebensogut ist das Schwimmen im Meer oder in anderen natürlichen Gewässern. Zusätzlich sollte ein in dieser Problematik erfahrener Arzt versuchen, die eingetretenen biologischen Veränderungen zu korrigieren.
Was erreicht wurde
Die Sachbearbeiterin konnte die elektromagnetische Strahlenbelastung an ihrem Arbeitsplatz nicht so weitgehend verringern, dass sie beschwerdefrei wurde. Durch eine Umschulung wurde es möglich, dass sie innerhalb ihrer Dienststelle einen "strahlenarmen" Arbeitsplatz bekam. Ihre Übersensibilität für elektromagnetische Felder ist nach einem Jahr wesentlich geringer geworden, aber noch immer so unangenehm, dass sie es möglichst vermeidet., in die Nähe starker elektromagnetischer Felder zu kommen.