Elektrostress beim Musikhören per Kabelanschluss
Zur Person: Alexander V.; 66 Jahre alt; pensionierter Bundeswehr-Major.
Zur Wohnsituation: Alexander V. wohnt seit 8 Jahren in einem Einfamilienhaus am Stadtrand von Bonn.
Zur Krankheitsgeschichte: Seit seiner Pensionierung vor einem Jahr treten bei Alexander V. immer häufiger massive Schlafstörungen auf. Auch tagsüber leidet er zunehmend unter nervösen Beschwerden, Zittern und Kopfschmerzen. Seiner Frau geht es so gut wie immer. Ärztliche Untersuchungen verlaufen ergebnislos; immer häufiger wird der Griff nach Medikamenten.
Zur Untersuchung der Wohnung auf elektromagnetische Strahlenbelastung: Alle Messwerte ergaben eine unterdurchschnittliche elektromagnetische Strahlenbelastung. Bei der Befragung hinsichtlich der Benutzung von Elektrogeräten stellte sich heraus, dass Herr V. seit seiner Pensionierung fast täglich mehrere Stunden lang Musik hört; vor allem abends, während seine Frau lieber fernsieht. Er benutzt dann einen Kopfhörer, der mit einem langen Kabel an der HiFi-Anlage angeschlossen ist. Die Messung der Körperspannung beim Musikhören ergab einen Wert von 12 Volt, weil die HiFi-Anlage nicht geerdet war und über das Kabel zum Kopfhörer mehr Spannung als Entspannung floss.
Empfohlene Maßnahmen
Die HiFi-Anlage wurde geerdet, so dass die Kabelverbindung zum Kopfhörer keine Erhöhung der Körperspannung verursachte.
Was erreicht wurde
Die Schlafstörungen und Kopfschmerzen waren nach 3 Tagen vergessen; das Zittern und die nervösen Beschwerden hielten allerdings über einen Monat an.