08. Reaktionen bei Kindern

Kinder sind besonders empfindlich

In Dresden lebt die siebenjährige Elfie seit einem halben Jahr mit Eltern und Geschwistern in einem schön restaurierten Doppelhaus-Altbau. Für die Schlaf- und Kinderzimmer wurden sogar Netzfreischalter eingebaut. Dennoch wurde Elfie nachts oft wach und war völlig verschwitzt. Schlief sie mal ein paar Stunden ein, dann lag sie in der äussersten Ecke des Bettchens. Ihre Eltern und Geschwister konnten hingegen sehr gut schlafen und waren, im auffälligen Gegensatz zu Elfie, morgens immer ausgeruht und gut gelaunt. Die Ärzte diagnostizierten "vegetative Dystonie"; doch die Medikamente halfen nicht.

Der Vater, auf dessen Veranlassung bereits die Netzfreischalter eingebaut worden waren, beschaffte sich dann ein Elektrostress-Messgerät, um nachzumessen, ob die Netzfreischalter funktionieren oder noch andere elektromagnetische Belastungen an Elfies Schlafplatz vorhanden waren. Seine Messungen ergaben hohe Werte für Ankopplung des Körpers an umgebende elektrische Wechselfelder, obwohl der Netzfreischalter einwandfrei funktionierte. Die Ursachen konnten leicht gefunden werden. Elfies Bett stand an der Wand zur Nachbarwohnung. In dieser Wand hatte der Nachbar nachträglich mit einer unzureichend isolierten Stegleitung zwei Steckdosen installiert. Diese auch nachts unter Spannung stehenden Leitungen und Steckdosen setzten die ganze Wand unter Spannung. Diese Wand wiederum strahlte ein starkes elektrisches Feld in Elfies Bett und Zimmer.

 

Empfohlene Maßnahmen

Weil die Wand an Elfies Bett mit Holz vertäfelt war, kam ein Anstrich mit einer elektrisch leitfähigen Farbe nicht infrage. Mittels einer an der Wand befestigten Abschirmfolie, die mit einem Wandteppich verdeckt wurde, konnte auf einfache Art verhindert werden, dass von der Wand zur Nachbarwohnung ein elektrisches Feld in Elfies Bett abgestrahlt wird.

 

Was erreicht wurde

Bald erholte sich Elfie zusehends und seither schläft sie jede Nacht durch.

 

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