05. Laptops, die das Denken erschweren

Gehirnfunktionsstörungen am Laptop

Zur Person: Klaus D.; 45 Jahre alt; Journalist

Zur Wohnsituation: Klaus D. wohnt seit 14 Jahren in einer Eigentumswohnung im 4. Stock eines Hochhauses in Würzburg

Zur Krankheitsgeschichte: Seit einem Jahr zunehmende Schmerzen an der rechten Hand beim Schreiben an seinem neuen Laptop. Klagt außerdem darüber, dass dieser angeblich strahlenarme Computer nervös macht, das Denken erheblich erschwert und seine Kreativität behindert. Nach zwei Stunden Arbeit am Laptop hat er den Eindruck, nicht mehr klar denken zu können. Nach einer einstündigen Pause erholt er sich aber immer wieder. Allerdings hat er früher nicht so viele Kopfschmerz-Tabletten gebraucht.

Zur Untersuchung der Wohnung auf elektromagnetische Strahlenbelastung: In der Wohnung und im Arbeitszimmer des Journalisten lagen die Messwerte für elektromagnetische Felder der verschiedenen Frequenzbereiche im Normalbereich oder darunter. Die Messungen am Laptop ergaben, dass die magnetischen Wechselfelder im 50-Hertz-Bereich im Verhältnis zu den üblichen Computern mit 35 Nano-Tesla sehr schwach waren, dass aber dort, wo die rechte Hand verweilt, eine relativ starke elektromagnetische Hochfrequenz-Strahlung austrat.

Auch der Bildschirm strahlte intensiv im Hochfrequenzbereich etwa 80 cm weit in den Raum. Da man am Laptop zwangsläufig relativ nah am verhältnismässig kleinen Bildschirm sitzen muss, ist es durchaus möglich, dass durch die Hochfrequenzstrahlung eine Stresssituation im Gehirn- und Nervensystem entsteht, die kreatives Denken behindert.

 

Empfohlene Maßnahmen

Mit dem Laptop nur kurzzeitig, maximal 1 Stunde arbeiten, dann Pause einlegen. Für längeres Arbeiten ist ein Computer mit einem großen Bildschirm geeigneter, weil dann der Abstand zum Bildschirm grösser sein kann. Beim Kauf eines Computers sollte grundsätzlich darauf geachtet werden, dass er die strengen schwedischen Empfehlungen für Bildschirm-Arbeitsplätze erfüllt. Die Prospekte enthalten meistens entsprechende Hinweise darauf, falls dies so ist.

 

Was erreicht wurde

Klaus D. verwendet sein Laptop nur noch unterwegs zum Schreiben. Zuhause in seinem Arbeitszimmer verbindet er das Laptop mit einem strahlenarmen Bildschirm, bei dem er einen Abstand von ca. 80 cm einhalten kann.

 

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