Wie eine elektrische Zahnbürste einen Nervenzusammenbruch verursachen kann
Christine B. ist Lehrerin in einer Kleinstadt in Bayern, 32 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Seit einem halben Jahr leidet sie unter unerklärlichen Schlafstörungen, braucht lange zum Einschlafen und nach einer kurzen Tiefschlafphase folgt bis zum Morgen ein mehrfach unterbrochener unruhiger Halbschlaf. Morgens steht sie mit Kopfschmerzen nervös und unausgeruht auf. Am Tag in der Schule ist sie nervlich nicht belastbar. Mehrere Fachärzte und Heilpraktiker finden keine Ursache für die plötzlichen gesundheitlichen Probleme, die offensichtlich vor allem ihr Nervensystem betreffen. Christine B. ist seit einem Vierteljahr nicht mehr in der Lage, an der örtlichen Volksschule zu unterrichten. In den letzten drei Wochen hatte sie mehrere Nervenzusammenbrüche. Christine B. ist völlig verunsichert, da niemand eine Ursache für ihren rapiden gesundheitlichen Verfall findet. Depressionen setzen ein. Der Nervenarzt verordnet immer stärkere Tabletten und bereitet Christine B. auf eine wahrscheinlich erforderliche Einweisung in eine psychiatrische Anstalt vor.
Der Mann von Christine B., ebenfalls Lehrer, sprach mit Kollegen über die gesundheitlichen Probleme seiner Frau. Dabei machte jemand den Vorschlag, einmal das Haus von einem Baubiologen untersuchen zu lassen. Herr B. hielt diesen Gedanken zuerst für unsinnig, da er und die Kinder ja keine gesundheitlichen Beschwerden hatten. Obwohl er der Meinung war, dass die nervlichen Probleme seiner Frau deshalb gar nicht durch Ursachen im Haus entstanden sein können, veranlasste er eine Untersuchung des Hauses. Eigentlich in erster Linie zur Beruhigung seiner Frau, die inzwischen jede Möglichkeit ergriff, um endlich Klarheit über die Ursachen ihrer Krankheit zu haben.
Nachdem sich der Baubiologe die Krankheitsgeschichte von Christine B. genau angehört hatte, fragte er den Ehemann, ob er denn gut schlafen kann. Der bejahte die Frage mit der Einschränkung, dass sich natürlich die Unruhe seiner Frau auch auf ihn übertrage und er daher auch nicht mehr so gut wie früher schlafe. Der Baubiologe begann seine Untersuchung damit, im Schlafzimmer des Ehepaares die magnetischen Wechselfelder zu messen. Im Kopfbereich des Mannes waren es 10 Nano-Tesla, allerdings nahm der Messwert zum Bett seiner Frau sehr schnell zu - dort, im Kopfbereich des Bettes von Christine B. erreichten die magnetischen Wechselfelder 850 Nano-Tesla. Wenn man bedenkt, dass bereits mit 4 Nano-Tesla starken magnetischen Wechselfeldern eine Überreizung des Nervensystems erzeugt werden kann, dann wird es niemanden überraschen, dass die Lehrerin "durchdrehte".
Die Ursache für die starken magnetischen Wechselfelder im Kopfbereich des Bettes war schnell gefunden: Hinter der Wand am Kopfende der Ehebetten befand sich das Badezimmer. Vor einem halben Jahr hatte der Mann von Christine B. eine elektrische Zahnbürste gekauft und im Bad an der Wand zum Schlafzimmer, genau hinter dem Kopfende des Bettes seiner Frau das Ladegerät für die elektrische Zahnbürste montiert. Das verursachte nun Nacht für Nacht im Kopfbereich von Christine B. eine elektromagnetische Strahlenbelastung in der Stärke, wie sie auch in einem Haus direkt unter einer 110.000-Volt-Hochspannungsleitung zu messen ist.
Empfohlene Maßnahmen
Das Ladegerät für die elektrische Zahnbürste wurde sogleich von der Wand hinter dem Kopfende des Bettes abgeschraubt und an die gegenüberliegende Wand montiert, die über 2 Meter von Betten und Sitzplätzen entfernt war. Die magnetische Wechselfeldstärke im Kopfbereich von Christine B. verringerte sich dadurch auf den gleichen Messwert wie beim Ehemann, nämlich auf ca. 10 Nano-Tesla.
Was erreicht wurde
Nach 14 Tagen hatte sich die Lehrerin so gut erholt, dass sie wieder unterrichten konnte. Die Medikamente konnte Christine B. nach und nach absetzen; seit nunmehr zwei Jahren ist ihr Zustand anhaltend gut und keine ärztliche Versorgung mehr erforderlich.
