Elektrische Geräte im Haushalt

In den meisten Wohnungen wird die Feldbelastung nicht durch externe Emissionsquellen geprägt. Hauptursache des Elektrosmogs sind hier vielmehr die im eigenen Haushalt betriebenen Elektrogeräte.

Damit haben Sie es in der Hand, ihre Belastung mit einfachen Massnahmen vorbeugend zu reduzieren. Zum Schutz der Gesundheit  sollten sie vor allem permanent betriebene Geräte nicht in der Nähe von Orten platzieren, wo sich Personen stundenlang aufhalten.

Die Hinweise auf Gefahren häufen sich

Viele Studien belegen mittlerweile Zusammenhänge von Erkrankungen bei Mensch und Tier und Pflanze mit den auf sie einwirkenden künstlichen elektromagnetischen Feldern. So wurden beim Menschen u.a. Schlafstörungen und Erschöpfungszustände nachgewiesen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen Störungen des vegetativen und des zentralen Nervensystems sowie eine erhöhte Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke, wodurch Umweltschadstoffe direkt ins Gehirn gelangen können. Zudem besteht nach Aussage der WHO ein möglicher Zusammenhang zwischen der Entstehung von Tumoren mit der Elektrosmogbelastung, insbesondere durch Handys.

Elektromagnetische Felder beeinflussen den Orientierungssinn von Tieren wie Bienen, Brieftauben oder Fledermäusen. Auch an Bäumen sind Zellfunktionsstörungen und Wachstumsveränderungen bekannt.

Elektromagnetische Felder können eine Erwärmung des bestrahlten Gewebes hervorrufen. Damit können schädliche Wirkungen zusammenhängen, allerdings gibt es auch zahlreiche Hinweise auf nicht-thermische Wirkungen.

Die offizielle Bewertung möglicher Gesundheitsschäden beruht dagegen bisher auf einem sehr groben Messparameter. Im Wesentlichen wird die durchschnittliche Wärmewirkung auf das Gewebe, in erster Linie auf das Gehirn, betrachtet.

Von Feldstärken, für die keine Wärmewirkung nachweisbar ist, wird angenommen, dass sie auch keine anderen Wirkungen hervorrufen – eine Behauptung, für deren Unhaltbarkeit es viele Hinweise gibt. Zahlreiche Menschen reagieren besonders empfindlich auf elektromagnetische Felder. Diese elektrosensiblen Menschen spüren die Folgen von Elektrosmog oft massiv und bemerken eine eindeutige Verbesserung ihrer Symptome nach Reduzierung der elektrischen und magnetischen Felder. Es wird geschätzt, dass etwa fünf bis sechs Prozent der Bevölkerung elektrosensibel sind.

Gefahrenquellen und Schutzmaßnahmen

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Alle EMF Faktenblätter

Gefahrenquelle: Computer

mögliche gesundheitliche Auswirkungen: Kopfschmerzen, nervöse Magenbeschwerden, Unterleibskrebs, erhöhtes Risiko für Schwangere und Ungeborene, Konzentrationsschwierigkeiten, Depressionen, Allergien, Hormonstörungen, Sehbeschwerden.

Schutzmaßnahme: Größtmöglichen Abstand einhalten, stündlich kurze Pausen machen. Strahlungsarme Bürotechnik bevorzugen.

Gefahrenquelle: Heizdecke

mögliche gesundheitliche Auswirkungen: Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Herzfunktionsstörungen, Angst, Depressionen, Überreizung des Nervensystems, erhöhtes Risiko für Frühgeburten

Schutzmaßnahme: Heizdecke nur zum Bettanwärmen benutzen; dann Stecker ziehen.

Gefahrenquelle: Küchenelektrogeräte (Bügeleisen, Bügelmaschine, Nähmaschine, etc.)

mögliche gesundheitliche Auswirkungen: Nervöse Beschwerden, Rückenschmerzen, Herzfunktionsstörungen, Magenbeschwerden, Schwindelgefühl, Angst, Depressionen, Panikattacken.

Schutzmaßnahme: Nur geerdete Geräte benutzen, Pausen machen, bei Nichtgebrauch Stecker ziehen.

Gefahrenquelle: Radiowecker

mögliche gesundheitliche Auswirkungen: Schlafstörungen, nervöse Beschwerden, Herzrhythmusstörungen, erhöhtes Gehirntumor-Risiko, morgendliche Kopfschmerzen.

Schutzmaßnahme: Abstand von mindestens 1 Meter einhalten. Alternative: Batteriewecker verwenden.

Gefahrenquelle: Mobiltelefon

mögliche gesundheitliche Auswirkungen: Gehirnfunktionsstörungen, grauer Star, Sehstörungen, Kopfschmerzen, Verhaltens- und Stoffwechselstörungen, nervöse Beschwerden, Sprachstörungen.

Schutzmaßnahme: Nur für kurze Gespräche benutzen. Größtmöglichen Abstand zur Antenne halten.

Gefahrenquelle:  Schnurlos-Telefone

Verwöhnt durch das praktische Telefonieren mit dem Handy wollen immer mehr Menschen auch zuhause schnurlos im Festnetz telefonieren. Hersteller von Telefonen bieten zu diesem Zweck schnurlose Telefone an, die nach unterschiedlichen Standards, aber überwiegend nach dem DECT-Standard arbeiten. Mit Zusatzantennen können Reichweiten von 600 Metern und mehr erreicht werden.

Man unterscheidet grob zwischen analoger, digitaler und gepulster Technik. Bei analoger Übertragung (z.B. nach dem CT-1-Standard) sendet die Antenne des Handgerätes hochfrequente elektromagnetische Wellen zur eigenen, im Haus aufgestellten Basisstation. Auf diesen Wellen wird die Sprachinformation transportiert. Bei Schnurlos-Telefonen nach diesem früher überwiegend verwendeten Standard beschränkt sich die nicht gepulste hochfrequente elektromagnetische Strahlenbelastung der Hausbewohner und Nachbarn nach unseren bisherigen Messungen auf die Zeit des Telefonierens.

Die Basisstation des DECT-Telefons (Digital Enhanced Cordless Telephone)/GAP (Generic Access Profile) gibt ständig, auch wenn nicht telefoniert wird, mit 100 Hz gepulste Hochfrequenzwellen (1880-1900 MHz) ab.

Messungen von DECT-Basisstationen zeigten noch in einem Meter Entfernung Leistungsflussdichtewerte von einigen tausend µW/m². Diese Messwerte liegen damit deutlich über dem Salzburger Vorsorgewert, der für GSM-Mobilfunksender einen Beurteilungswert von 1 µW/m² vorsieht. Bei DECT-Basisstationen sollte die Exposition 0,1 µW/m² nicht übersteigen.

mögliche gesundheitliche Auswirkungen: Mehrere Berichte zeigen, dass neu auftretende „unerklärliche“ Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Ohrensausen (Tinnitus) oder andere Symptome mit dem Betrieb dieser Anlagen in Verbindung stehen können – und beim Ausstecken der DECT-Basisstation wieder verschwinden.

Untersuchungen der Internationalen Gesellschaft für Elektrosmog-Forschung (IGEF) in 800 Wohnungen und Büros haben ergeben, dass unerklärliche Herzbeschwerden, Kopfschmerzen, nervöse Überreiztheit und Schlafstörungen in vielen Fällen durch die gepulsten elektromagnetischen Mikrowellen der Basisstationen dieser digitalen schnurlosen Telefone nach DECT-Standard verursacht werden.

Schutzmaßnahmen: 

•    Um gesundheitliche Gefahren durch die hochfrequente Strahlung dieser Geräte völlig auszuschließen, installieren Sie stattdessen ein kabelgebundenes Telefon.

•    Achtung: Beim Kauf darauf achten, dass das Telefon nicht die Option hat, Mobilteile anzumelden. Dann strahlt es trotzdem, selbst wenn kein Mobilteil vorhanden ist.

•    Wenn schon ein schnurloses Telefon installiert werden soll, dann nur eines, das strahlungsarm ist, d.h. nur beim Telefonieren selbst und dann so wenig wie nötig sendet. Da z.Zt. laufend neue Modelle auf den Markt kommen, ist es schwierig, die aktuell besten Geräte zu empfehlen.

•    Falls Sie noch keines der neueren Geräte besitzen, die nur während eines Gesprächs strahlen, dann sollten Sie die Basisstation nur dort aufstellen, wo Sie sich nicht ständig aufhalten, z.B. im Flur, keinesfalls im Kinder-, Schlaf- oder Wohnzimmer, auch nicht an ständig benutzten Arbeitsplätzen. Bei der Aufstellung ist es wichtig, auch darauf zu achten, dass die Basisstation möglichst weit von diesen sensiblen Stellen entfernt steht.

Auch bei „strahlungsarmen“ DECT-Telefonen ist die Strahlung beim Telefonieren sehr hoch. Kinder sollten aus diesem Grund überhaupt nicht damit telefonieren. Schaffen Sie sich für Gespräche, bei
denen Sie nicht mobil sein müssen, in jedem Fall ein (zusätzliches) Schnurtelefon an.

•  Lassen sich Gespräche mit dem mobilen Telefon nicht vermeiden, führen Sie möglichst kurze Telefonate und benützen dabei am besten die Freisprecheinrichtung, damit das Mobilteil nicht an den Kopf gehalten werden muss.

•  Und denken Sie daran: Eventuell sind nicht nur Sie, sondern auch Ihre Nachbarn von kabellosen Übertragungstechnologien betroffen.

•  Die Basisstation oder die Ladestation des Mobilgerätes, egal welcher Standard  verwendet wird, sollte nicht in der Nähe des Bettes stehen – wegen der niederfrequenten Magnetfelder, die der Netztransformator erzeugt.

Gefahrenquelle: Bügeleisen, Bügelmaschine, Nähmaschine, etc.

mögliche gesundheitliche Auswirkungen: Nervöse Beschwerden, Rückenschmerzen, Herzfunktionsstörungen, Magenbeschwerden, Schwindelgefühl, Angst, Depressionen, Panikattacken.

Schutzmaßnahme: Nur geerdete Geräte benutzen, Pausen machen, bei Nichtgebrauch Stecker ziehen.

Gefahrenquelle: Geräte mit Transformator

wie z.B. Videorecorder können, je nachdem wie der Stecker in der Steckdose steckt, unter Spannung stehen.

mögliche gesundheitliche Auswirkungen: Kopfschmerzen, Schlafstörungen, nervöse Beschwerden,

Schutzmaßnahme: Stecker rausziehen, wenn die Geräte nicht benötigt werden.

Gefahrenquelle: Geräte im Stand-By Modus

Diese Geräte verursachen zwar schwache, aber dennoch belastende und vor allem überflüssige Strahlungen.

mögliche gesundheitliche Auswirkungen: Kopfschmerzen, Schlafstörungen, nervöse Beschwerden.

Schutzmaßnahme: Nicht benötigte elektrische Geräte und Lampen nach Gebrauch abschalten, oder nur anschalten, wenn Sie wirklich gebraucht werden. Abschaltbare Steckdosenleisten benutzen.

Elektrosmog